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Glossar

NLZ-Glossar: Begriffe rund um Leistungs­zentren

Von Abmeldung bis Wechselperiode: 41 Begriffe, die Eltern rund um Sichtung, Probetraining und Vereinswechsel begegnen, je in wenigen Sätzen erklärt. Jede Erklärung trägt ihre Belege und verweist auf den Text, der das Thema ausführlich behandelt.

A

Abmeldung

Mit der Abmeldung beim bisherigen Verein beginnt jeder Vereinswechsel. Die DFB-Spielordnung verlangt sie per Einschreiben mittels Postkarte, maßgeblich ist das Datum des Poststempels. Mit dem Tag der Abmeldung endet die Spielberechtigung für den bisherigen Verein; im Bayerischen Fußball-Verband ändert auch ein späterer Widerruf daran nichts. Deshalb ist eine Abmeldung etwas anderes als die Freigabe fürs Probetraining.

Ausführlich: Vereinswechsel im Juniorenfußball: Fristen und Spielrecht · Freigabe des Heimatvereins fürs Probetraining

Siehe auch: Freigabe, Wartefrist

2 Belege

Altersklassen (A- bis G-Junioren)

Auch: Junioren-Altersklassen, A-Jugend, D-Jugend

Im Jugendfußball heißen die Altersklassen nach Buchstaben, von den A-Junioren (U18/U19) über B, C, D und E bis zu den F-Junioren (U8/U9); die jüngste Klasse ist G. Die Klassen A bis F umfassen je zwei Jahrgänge, zur G-Jugend gehören alle Jüngeren. Wer in welche Klasse gehört, richtet sich nach dem Lebensjahr, das ein Kind im Kalenderjahr vollendet, in dem das Spieljahr beginnt.

Ausführlich: Probetraining nach Altersstufe

Siehe auch: U-Stufe (U12, U15 …), Spieljahr

3 Belege

Ausbildungsentschädigung

Auch: Entschädigung beim Vereinswechsel

Eine Zahlung zwischen Vereinen, die beim Vereinswechsel von Jugendlichen fällig werden kann; es gibt dafür zwei Regelwerke. Wechselt ein Kind erstmals von einem Amateurverein in ein Leistungszentrum, zahlt das NLZ nach der DFB-Jugendordnung ab den älteren D-Junioren eine Entschädigung an die Amateurvereine, bei denen es mindestens eine volle Spielzeit registriert war, unabhängig von einer Zustimmung. Bei Jüngeren gibt es statt Geld eine ausbildungsfördernde Maßnahme, etwa ein Training. Wechselt ein Kind von einem Leistungszentrum in ein anderes, sieht die Vereinbarung der Leistungszentren laut Elternbroschüre eine Ausbildungsentschädigung ab der U12 vor.

Ausführlich: NLZ verlassen: Regeln für Wechsel und Fördervertrag · Wechsel ins NLZ oder zurück: Was Eltern vorher klären

Siehe auch: Abmeldung, Wechselperiode

5 Belege

Auswahlmannschaft

Auch: Kreisauswahl, Bezirksauswahl, Verbandsauswahl, Landesauswahl

Mannschaften der Fußballkreise, Bezirke und Landesverbände, in die die stärksten Kinder eines Jahrgangs zusätzlich zu ihrem Verein berufen werden. Die Jugendordnung des Niedersächsischen Fußballverbands nennt Kreis-, Bereichs-, Stützpunkt- und Verbandsauswahlmannschaften als Stufen. In Sachsen führt der Weg in die Landesauswahl in der Regel über die DFB-Stützpunkte und die Kreisauswahl. Eine Bewerbung ist meist nicht vorgesehen; Kinder werden gemeldet oder gesichtet.

Ausführlich: Auswahlmannschaften: Kreis-, Bezirks- und Verbandsauswahl

Siehe auch: Länderpokal, DFB-Stützpunkt

2 Belege

B

Bio-Banding

Training oder Spiel in Gruppen nach körperlichem Entwicklungsstand statt nach Geburtsjahr. Eintracht Frankfurt bringt dafür in ausgewählten Einheiten auch Spieler verschiedener Jahrgänge zusammen, die körperlich ähnlich weit sind; das Training in der Jahrgangsmannschaft bleibt. Die Einteilung ist laut Verein keine Bewertung von Talent oder Potenzial.

Ausführlich: Leistungsdiagnostik im NLZ: Tests und was Eltern davon haben · Wachstumsschub und Belastung: Beschwerden junger Fußballer

Siehe auch: Biologische Reife, Relativer Alterseffekt

3 Belege

Biologische Reife

Auch: biologisches Alter, Frühentwickler, Spätentwickler

Wie weit ein Kind körperlich entwickelt ist, unabhängig vom Geburtsdatum. Gleichaltrige können sich in Größe, Kraft und Zeitpunkt des Wachstumsschubs deutlich unterscheiden. Eine Studie zu DFB-Sichtungsturnieren der U15 fand, dass körperlich weiter entwickelte Spieler häufiger für eine Verbandsauswahl ausgewählt wurden.

Ausführlich: Leistungsdiagnostik im NLZ: Tests und was Eltern davon haben · Geburtsmonat und Auswahl: der relative Alterseffekt

Siehe auch: Bio-Banding, Wachstumsschub

3 Belege

C

Cut

Auch: Nicht-Übernahme, aussortiert werden

Umgangssprachlich für den Moment, in dem ein Leistungszentrum einem Kind sagt, dass es in der nächsten Saison nicht mehr mit ihm plant. Nach der Vereinbarung zwischen den Leistungszentren müssen die NLZ das bis zum 30. April eines Jahres angeben. Die Elternbroschüre der Liga nennt es sehr wahrscheinlich, dass ein Spieler im Lauf der Jahre einmal nicht übernommen wird.

Ausführlich: Wenn das NLZ euer Kind nicht übernimmt: der 30. April · Aus dem NLZ aussortiert: die ersten Wochen danach

Siehe auch: Stichtag, Kaderplatz

2 Belege
  • Ein wichtiger Stichtag, der in der Vereinbarung zwischen den Leistungszentren festgehalten ist, ist der 30. April eines jeden Jahres. Bis zu diesem Tag müssen die Leistungszentren angeben, mit welchen Spielern sie in der kommenden Saison planen Quelle: bundesliga-gruppe.de/…/elternbroschuere (öffnet in neuem Fenster), abgerufen am 06.09.2026
  • Es ist sogar sehr wahrscheinlich, dass ein Spieler im Laufe der Jahre die Erfahrung macht, nicht in die nächsthöhere Mannschaft übernommen zu werden. Zunächst ist eine Nicht-Übernahme häufig eine große Enttäuschung. Sie bedeutet aber nicht das Ende aller Träume und Ambitionen. Quelle: bundesliga-gruppe.de/…/elternbroschuere (öffnet in neuem Fenster), abgerufen am 06.09.2026

D

DFB-Nachwuchsliga

Spielklasse der U17 und U19, die seit der Saison 2024/25 die früheren Junioren-Bundesligen ersetzt. Bayer 04 Leverkusen etwa spielt dort mit U17 und U19, mit U16, U14, U13 und U12 im Nachwuchscup. Die DFB-Spielordnung nennt die DFB-Nachwuchsligen auch beim Fördervertrag.

Ausführlich: Unser Kind ist im NLZ: Wie Familien den Alltag organisieren · Fördervertrag im Fußball: Was Eltern vorher wissen sollten

Siehe auch: Fördervertrag, Grundlagen-, Aufbau- und Leistungsbereich

3 Belege

DFB-Stützpunkt

Auch: Stützpunkttraining, DFB-Talentförderprogramm

Zusätzliches Training für nominierte Kinder, meist im Bereich U12 bis U15, einmal pro Woche neben dem Training im eigenen Verein. Ein Vereinswechsel ist dafür nicht nötig, zuständig ist der Stützpunkt am Wohnort. Kinder, die schon in der U12 in einem Leistungszentrum spielen, sind von dieser Förderung ausgenommen.

Ausführlich: DFB-Stützpunkt: Probetraining, Sichtung und Alter · Stützpunktsuche per Postleitzahl

Siehe auch: Nachwuchsleistungszentrum (NLZ), Auswahlmannschaft

4 Belege

Duale Karriere

Leistungssport und Schule, Ausbildung oder Studium nebeneinander. DFB und Kultusministerkonferenz haben 2002 festgehalten, dass der höchstmögliche Schulabschluss anzustreben ist und die Schulzeit dafür gestreckt werden kann. Einzelne Leistungszentren helfen nach der Schule bei Lehrstellen und Studiengängen, etwa der FC Erzgebirge Aue.

Ausführlich: Schule, Ausbildung, Studium: Was aus Spielern wird · Eliteschulen des Fußballs nach Bundesland

Siehe auch: Eliteschule des Fußballs, Partnerschule

3 Belege

E

Eliteschule des Fußballs

Ein Prädikat für einen Verbund aus Schule, Leistungszentrum, weiteren Vereinen der Region und Landesverband, in dem Unterricht und Training aufeinander abgestimmt sind. In Sachsen nehmen diese Schulen nur Kinder mit leistungssportlicher Perspektive auf; sie sind an ein NLZ gebunden, stehen aber auch Talenten aus Amateurvereinen offen. Ein Schulplatz ist kein Platz im NLZ.

Ausführlich: Eliteschulen des Fußballs nach Bundesland · Schule, Ausbildung, Studium: Was aus Spielern wird

Siehe auch: Partnerschule, Duale Karriere

2 Belege

F

Förderkader

Kein einheitlicher Begriff: Verbände und Vereine meinen damit verschiedene Gruppen. Der Württembergische Fußballverband fördert von der U15 bis zur U19 die 50 besten Talente je Altersklasse in Leistungs- und Förderkadern. Der FC Bayern München nennt eine eigene Fördergruppe so, in die Spieler nach drei Probetrainingseinheiten aufgenommen werden; das ist nicht der Kader seines Leistungszentrums. Fragt deshalb nach, was genau gemeint ist.

Ausführlich: Auswahlmannschaften: Kreis-, Bezirks- und Verbandsauswahl · Talentförderung im Fußball: Wie die Stufen zusammenhängen

Siehe auch: Auswahlmannschaft, Kaderplatz

2 Belege

Fördervertrag

Ein Vertrag zwischen Leistungszentrum und Spieler im Leistungsbereich ab der U16; unterschrieben werden darf er nach der DFB-Spielordnung schon während der U15-Saison. Wer einen Fördervertrag hat, gilt als Vertragsspieler; damit gelten andere Wechselregeln als für Amateure. Der Musterfördervertrag sieht seit Februar 2024 mindestens 350 Euro im Monat vor. Bei Minderjährigen müssen die Eltern zustimmen.

Ausführlich: Fördervertrag im Fußball: Was Eltern vorher wissen sollten · NLZ verlassen: Regeln für Wechsel und Fördervertrag

Siehe auch: Vertragsspieler und Berufsspielervertrag, Wechselperiode

6 Belege

Freigabe

Auch: Freigabevermerk, Probetrainingsbescheinigung

Das Wort hat zwei Bedeutungen. Fürs Probetraining ist es die Zustimmung des Vereins, bei dem das Kind angemeldet ist; ohne sie findet etwa bei Bayer 04 Leverkusen kein Probetraining statt. Beim Vereinswechsel bedeutet Freigabe die Zustimmung des alten Vereins zum Wechsel. Eine Freigabe fürs Probetraining ist keine Abmeldung.

Ausführlich: Freigabe des Heimatvereins fürs Probetraining · Vereinswechsel im Juniorenfußball: Fristen und Spielrecht

Siehe auch: Abmeldung, Probetraining

2 Belege

G

Gastspielrecht

Auch: Gastspielerlaubnis, Zweitspielrecht

Die Erlaubnis, bei Spielen oder Turnieren für einen anderen Verein mitzuspielen, ohne den Verein zu wechseln. Im Westdeutschen Fußballverband dürfen Junioren anderer Vereine nur mit erteiltem Gastspielrecht eingesetzt werden. Für ein Probetraining reicht die Freigabe; sobald ein Kind bei einem anderen Verein in einem Spiel mitwirken soll, gelten die Regeln zum Gast- oder Zweitspielrecht.

Ausführlich: Freigabe des Heimatvereins fürs Probetraining

Siehe auch: Freigabe, Spielberechtigung

2 Belege

Grundlagen-, Aufbau- und Leistungsbereich

Die drei Altersbereiche, in die sich ein Leistungszentrum nach den DFL-Richtlinien gliedert: Grundlagenbereich U8 bis U11, Aufbaubereich U12 bis U15, Leistungsbereich U16 bis U19, dazu optional eine U23. Eigene Teams im Grundlagenbereich sind für die Leistungszentren freiwillig. Förderverträge gibt es erst im Leistungsbereich.

Ausführlich: Ab welchem Alter nehmen Leistungszentren Kinder auf?

Siehe auch: Nachwuchsleistungszentrum (NLZ), Kooperationsverein

3 Belege

H

Heimatverein

Auch: Stammverein

Der Verein, bei dem ein Kind angemeldet ist und regelmäßig spielt. Stützpunkttraining und viele Fördergruppen der NLZ laufen zusätzlich zum Training dort. Für ein Probetraining bei einem anderen Verein verlangen viele NLZ die Zustimmung des Heimatvereins.

Ausführlich: Freigabe des Heimatvereins fürs Probetraining · Wechsel ins NLZ oder zurück: Was Eltern vorher klären

Siehe auch: Freigabe, DFB-Stützpunkt

2 Belege

I

Internat

Auch: Fußballinternat, Gastfamilie

Unterkunft für Spieler, deren Wohnort zu weit vom Leistungszentrum entfernt ist. Die Vereine nutzen Internate, Gasteltern oder Wohngemeinschaften; für alle Formen gelten Auflagen, und DFB und DFL lassen die Unterbringung zertifizieren. Einen Anspruch auf einen Internatsplatz gibt es nicht.

Ausführlich: NLZ-Internat mit 14? Was Familien vorher klären sollten · Internate der Leistungszentren

Siehe auch: Eliteschule des Fußballs

3 Belege

K

Kaderplatz

Auch: Kaderobergrenze

Ein Platz in einer Mannschaft des Leistungszentrums. Die DFL-Richtlinien begrenzen die Kader ab der U12, etwa auf bis zu 20 Spieler in der U12 bis U15. Die Plätze sind begrenzt, und es wird ausgetauscht: Eine Studie von 2014 zu deutschen Nachwuchsakademien fand einen jährlichen Austausch von durchschnittlich 24,5 Prozent der Kader.

Ausführlich: NLZ-Aufnahme: Wie ein Leistungszentrum entscheidet · Chancen realistisch einordnen

Siehe auch: Cut

2 Belege

Kooperationsverein

Auch: Partnerverein

Ein Amateurverein, mit dem ein Leistungszentrum zusammenarbeitet, besonders bei jüngeren Kindern. Nach den DFL-Richtlinien kann ein NLZ den Grundlagen- und Teile des Aufbaubereichs über Kooperationsvereine fördern; dort sind mindestens vier Mannschaften von U10 bis U13 zu fördern. Ein Kind kann also gefördert werden, ohne schon im NLZ angemeldet zu sein.

Ausführlich: Ab welchem Alter nehmen Leistungszentren Kinder auf?

Siehe auch: Grundlagen-, Aufbau- und Leistungsbereich, Perspektivteam

2 Belege
  • Grundlagenbereich (U8–U11): ohne Einschränkung, mind. jedoch Förderung 1 Mannschaft oder über Kooperationsvereine* / Aufbaubereich (U12–U13): je 1 Mannschaft, bei Förderung des Grundlagen- und Aufbaubereichs über Kooperationsvereine* sind U12 oder U12/U13 optional / (U14–U15): je 1 Mannschaft / Leistungsbereich (U16/U17): 1 oder 2 Mannschaften / (U18/U19): 1 oder 2 Mannschaften / (U23): 1 Mannschaft (optional) Quelle: media.dfl.de/…/Anhang-V-zur-LO-2025-12-05-Stand.pdf (öffnet in neuem Fenster), abgerufen am 17.09.2026
  • In jedem Amateurverein sind mindestens vier Mannschaften (U10 – U13) zu fördern, die ihrerseits für die Teilnahme am Spielbetrieb gemeldet sein müssen. Quelle: media.dfl.de/…/Anhang-V-zur-LO-2025-12-05-Stand.pdf (öffnet in neuem Fenster), abgerufen am 17.09.2026

L

Länderpokal

Auch: DFB-Sichtungsturnier

Turniere des DFB, bei denen die Auswahlmannschaften der 21 Landesverbände gegeneinander spielen, viele davon in der Sportschule Duisburg-Wedau. Dort sichten Trainerinnen und Trainer des DFB für die Jugend-Nationalmannschaften. Wer teilnimmt, entscheiden die Landesverbände über ihre Auswahl.

Ausführlich: Auswahlmannschaften: Kreis-, Bezirks- und Verbandsauswahl · Talentförderung im Fußball: Wie die Stufen zusammenhängen

Siehe auch: Auswahlmannschaft

2 Belege

Leistungsdiagnostik

Auch: sportmotorischer Test

Regelmäßige Tests von Schnelligkeit, Sprungkraft, Ausdauer und Technik, dazu Körpermaße. An den DFB-Stützpunkten werden Schnelligkeit, Gewandtheit, Dribbling, Ballkontrolle und Balljonglieren getestet. Studien empfehlen, solche Werte nur zusammen mit dem Reifestand eines Kindes zu lesen.

Ausführlich: Leistungsdiagnostik im NLZ: Tests und was Eltern davon haben

Siehe auch: Biologische Reife, Bio-Banding

3 Belege

Leistungszentrum-Anerkennung

Auch: Zertifizierung, Lizenzierung

Ein Leistungszentrum wird von der DFL lizenziert oder vom DFB anerkannt; unterhalb der 2. Bundesliga ist die Anerkennung freiwillig. Je nach Voraussetzungen werden die Leistungszentren in drei Kategorien eingestuft. Die Anerkennung gilt nicht auf Dauer: Über den TSV 1860 München berichtete die Presse 2020, der DFB habe dessen NLZ erneut lizenziert.

Ausführlich: Was ist ein Nachwuchsleistungszentrum (NLZ)? · NLZ-Voraussetzungen: Alter, Jahrgang und Wohnort

Siehe auch: Nachwuchsleistungszentrum (NLZ), Mädchen-Leistungszentrum (LZw/TFZw)

4 Belege

M

Mädchen-Leistungszentrum (LZw/TFZw)

Auch: Leistungszentrum weiblich, Talentförderzentrum weiblich

Seit der Saison 2024/25 erkennt der DFB Leistungs- und Talentförderzentren weiblich an. Bewerben können sich Vereine der Frauen-Bundesliga, der 2. Frauen-Bundesliga und der Regionalligen; die Zertifizierung erfolgt jährlich. Laut einer DFB-Meldung waren es zum 1. Januar 2026 elf solcher Zentren.

Ausführlich: NLZ für Mädchen: welche Wege es im Fußball gibt

Siehe auch: Leistungszentrum-Anerkennung

4 Belege

N

Nachwuchsleistungszentrum (NLZ)

Auch: NLZ, Leistungszentrum, LZ

Die als Leistungszentrum anerkannte Nachwuchsabteilung eines Profivereins. Für die Vereine der Bundesliga und der 2. Bundesliga ist sie Pflicht, darunter freiwillig. Der DFB nennt 58 anerkannte Leistungszentren (Stand Juli 2025). In der Talentförderung ist das NLZ die Stufe nach Heimatverein und Stützpunkt.

Ausführlich: Was ist ein Nachwuchsleistungszentrum (NLZ)? · NLZ-Verzeichnis

Siehe auch: Leistungszentrum-Anerkennung, Grundlagen-, Aufbau- und Leistungsbereich, DFB-Stützpunkt

3 Belege

P

Partnerschule

Auch: Kooperationsschule

Eine Schule, mit der ein Leistungszentrum zusammenarbeitet, damit Unterricht und Training zusammenpassen. Oft gehören solche Schulen zum Verbund einer Eliteschule des Fußballs. Manche Vereine knüpfen den Schulweg an Bedingungen: Der FC Augsburg verlangt einen Wohnort, von dem aus die Partnerschulen in höchstens 60 Minuten mit öffentlichen Verkehrsmitteln erreichbar sind.

Ausführlich: Eliteschulen des Fußballs nach Bundesland · Fahrtwege, Fahrdienste, Fahrtkosten: die NLZ-Logistik

Siehe auch: Eliteschule des Fußballs, Duale Karriere

2 Belege

Perspektivteam

Auch: Perspektivtraining

Trainingsgruppen, mit denen einige Leistungszentren jüngere Kinder vor der Aufnahme in eine NLZ-Mannschaft kennenlernen. Bei Holstein Kiel sind sie unterhalb der U12 der Einstieg in die Talentsichtung. Bei Hansa Rostock soll das Kinderperspektivteam U10 Spieler in die U11 führen, während weiter gesichtet wird.

Ausführlich: Ab welchem Alter nehmen Leistungszentren Kinder auf? · NLZ-Aufnahme: Wie ein Leistungszentrum entscheidet

Siehe auch: Kooperationsverein, Sichtung

2 Belege

Probetraining

Ein oder mehrere Trainingseinheiten im Leistungszentrum, bei denen Trainer ein Kind im Vergleich mit dem Jahrgang sehen. Meist kommt es auf Einladung nach einer Sichtung; einige Vereine nehmen auch Bewerbungen an. Mehrere Probetrainings sind üblich, Holstein Kiel etwa lädt zu drei Terminen ein.

Ausführlich: NLZ-Probetraining: Was Eltern vorbereiten können · Probetraining-Übersicht

Siehe auch: Sichtung, Freigabe, Talenttag

3 Belege

R

Relativer Alterseffekt

Auch: RAE, Geburtsmonat-Effekt

Kinder, die kurz nach dem Stichtag geboren sind, also früh im Jahr, sind in Fördersystemen überrepräsentiert. In Deutschland ist der Stichtag für die Altersklassen der 1. Januar. Eine Tübinger Arbeit zeigt, dass der Anteil der in der ersten Jahreshälfte Geborenen von Stufe zu Stufe steigt, vom Stützpunkt bis zur Jugend-Nationalmannschaft.

Ausführlich: Geburtsmonat und Auswahl: der relative Alterseffekt

Siehe auch: Stichtag, Biologische Reife

3 Belege

S

Scouting

Auch: Scout

Die Beobachtung von Spielerinnen und Spielern durch Mitarbeiter eines Vereins, meist bei Spielen, Turnieren und Sichtungen. Beim SC Freiburg etwa sind Juniorinnen in der Regel zuerst bei Sichtungsmaßnahmen aufgefallen und dann vom Scouting beobachtet worden, bevor sie wechseln. Ein Scout lädt ein; ein Platz im Leistungszentrum folgt daraus nicht automatisch.

Ausführlich: Wie kommt mein Kind ins Nachwuchsleistungszentrum?

Siehe auch: Sichtung, Probetraining

2 Belege
  • In aller Regel sind Jugendspielerinnen, bevor sie zum SC Freiburg wechseln, vorher schon bei Sichtungsmaßnahmen aufgefallen, danach von SC-Jugendtrainern beziehungsweise dem SC-Scouting beobachtet worden und oft auch schon zum Probetraining beim Sport-Club gewesen. Quelle: scfreiburg.com/teams/juniorinnen/perspektivteam (öffnet in neuem Fenster), abgerufen am 27.08.2026
  • Aufgrund der engen Verzahnung zwischen Breitensport und NLZ können die talentierten Spieler des Breitensportvereins, die in einem regelmäßigen Test- und Scouting-Prozess auffallen, direkt in das Talentteam berufen werden. Quelle: eintracht.com/…/ausbildungsstruktur (öffnet in neuem Fenster), abgerufen am 07.09.2026

Sichtung

Auch: Sichtungstraining, Talentsichtung

Jede Gelegenheit, bei der Trainer eines Vereins oder Verbands Kinder gezielt beobachten, um sie für Probetraining, Stützpunkt oder Auswahl auszuwählen. Manche Vereine bieten offene Sichtungstrainings an, der Hamburger SV für Juniorinnen etwa jährlich im März oder April. Beim VfL Bochum werden Kinder, die beim Talentwerktag auffallen, zu weiteren Sichtungsmaßnahmen eingeladen.

Ausführlich: Sichtungstermine und Talenttage · NLZ-Aufnahme: Wie ein Leistungszentrum entscheidet

Siehe auch: Talenttag, Probetraining, Scouting

2 Belege

Spielberechtigung

Auch: Spielrecht, Spielerlaubnis, Spielerpass

Die Erlaubnis des Verbands, für einen bestimmten Verein in Pflichtspielen eingesetzt zu werden. Ein Kind erhält in einem Spieljahr grundsätzlich nur für einen Verein eine Spielerlaubnis. Nach einem Wechsel wird sie ab Eingang der vollständigen Unterlagen erteilt, sofern keine Wartefrist läuft.

Ausführlich: Vereinswechsel im Juniorenfußball: Fristen und Spielrecht

Siehe auch: Wartefrist, Abmeldung, Gastspielrecht

2 Belege

Spielerberater

Auch: Fußballvermittler, Berater

Im Regelwerk heißt der Berater Fußballvermittler; er braucht eine Lizenz der FIFA. Ein Minderjähriger darf frühestens sechs Monate vor dem Alter angesprochen werden, ab dem er seinen ersten Berufsspielervertrag unterschreiben darf, und nur mit vorheriger schriftlicher Zustimmung der Eltern. Für Leistungen bei Minderjährigen darf ein Vermittler grundsätzlich kein Honorar erhalten.

Ausführlich: Spielerberater für Minderjährige: Was der DFB erlaubt

Siehe auch: Vertragsspieler und Berufsspielervertrag, Fördervertrag

4 Belege

Spieljahr

Auch: Spielzeit, Saison

Das Fußballjahr beginnt am 1. Juli und endet am 30. Juni. Nach ihm richten sich Altersklassen, Wartefristen und die Laufzeit von Verträgen. Welcher Geburtsjahrgang in welcher U-Stufe spielt, hängt vom Kalenderjahr ab, in dem das Spieljahr beginnt.

Ausführlich: Probetraining nach Altersstufe

Siehe auch: U-Stufe (U12, U15 …), Stichtag

2 Belege

Stichtag

Im Jugendfußball gibt es mehrere Stichtage. Für die Altersklassen zählt der 1. Januar. Für den Vereinswechsel legen die Landesverbände einen Stichtag zwischen dem 1. Juni und dem 31. Juli fest. Und bis zum 30. April müssen die Leistungszentren angeben, mit welchen Spielern sie in der nächsten Saison planen.

Ausführlich: Vereinswechsel im Juniorenfußball: Fristen und Spielrecht · Wenn das NLZ euer Kind nicht übernimmt: der 30. April

Siehe auch: Relativer Alterseffekt, Wechselperiode, Cut

3 Belege

T

Talenttag

Auch: Sichtungstag

Ein offener Sichtungstermin, zu dem sich Kinder eines bestimmten Jahrgangs anmelden. Beim FC Ingolstadt 04 etwa folgt danach eine Zu- oder Absage für ein mögliches Probetraining. Talenttage gibt es vor allem für jüngere Jahrgänge; bei Holstein Kiel etwa ab dem U14-Jahrgang nicht mehr. Der Fußball-Verband Mittelrhein bietet je Stützpunkt zwei Talenttage getrennt nach Geburtshalbjahr an.

Ausführlich: Sichtungstermine und Talenttage · NLZ-Aufnahme: Wie ein Leistungszentrum entscheidet

Siehe auch: Sichtung, Probetraining, Relativer Alterseffekt

3 Belege

U

U-Stufe (U12, U15 …)

Auch: U-Mannschaft, Jahrgang

Das U steht für „unter“: In der U15 spielen Kinder, die in dem Kalenderjahr, in dem das Spieljahr beginnt, 14 Jahre alt werden. Zwei U-Stufen bilden eine Buchstaben-Altersklasse, etwa U14 und U15 die C-Junioren. In der Saison 2026/27 entspricht die U12 dem Jahrgang 2015.

Ausführlich: Probetraining nach Altersstufe

Siehe auch: Altersklassen (A- bis G-Junioren), Spieljahr

2 Belege

V

Vertragsspieler und Berufsspielervertrag

Auch: Lizenzspieler, Amateur

Vertragsspieler ist laut DFB-Spielordnung, wer einen schriftlichen Vertrag mit seinem Verein hat und mindestens 350 Euro im Monat erhält; wer nur Auslagen erstattet bekommt, ist Amateur. Auch der Fördervertrag macht einen Spieler zum Vertragsspieler. Das Vermittler-Reglement fasst Lizenz- und Vertragsspielervertrag als Berufsspielervertrag zusammen.

Ausführlich: Fördervertrag im Fußball: Was Eltern vorher wissen sollten · NLZ verlassen: Regeln für Wechsel und Fördervertrag

Siehe auch: Fördervertrag, Spielerberater

4 Belege

W

Wachstumsschub

Auch: Morbus Osgood-Schlatter, Wachstumsschmerzen

Phasen schnellen Wachstums in der Pubertät, in denen sich Koordination, Belastbarkeit und Verletzungsanfälligkeit vorübergehend verändern können. Überlastung trifft dann vor allem die Sehnenansätze an den Wachstumszonen, etwa unterhalb des Knies bei Morbus Osgood-Schlatter. Morbus Osgood-Schlatter heilt laut Fachinformation mit der Zeit von selbst ab; ob es das ist, klärt eine Ärztin oder ein Arzt.

Ausführlich: Wachstumsschub und Belastung: Beschwerden junger Fußballer

Siehe auch: Biologische Reife, Bio-Banding

4 Belege

Wartefrist

Auch: Sperrfrist

Die Zeit nach einem Vereinswechsel, in der ein Kind beim neuen Verein noch nicht in Meisterschaftsspielen eingesetzt werden darf. Die DFB-Jugendordnung gibt dafür einen Rahmen vor, die Landesverbände legen die Fristen selbst fest: Bei älteren D- bis A-Junioren sind es während des Spieljahrs drei Monate mit und sechs Monate ohne Zustimmung des alten Vereins, bei Jüngeren höchstens drei Monate. Beim ersten Wechsel von einem Amateurverein in ein Leistungszentrum entfallen diese Wartefristen, wenn er in der Sommer-Wechselperiode stattfindet; außerhalb davon und in der Wechselperiode II ohne Zustimmung gilt eine Wartefrist von drei Monaten.

Ausführlich: Vereinswechsel im Juniorenfußball: Fristen und Spielrecht · Wechsel ins NLZ oder zurück: Was Eltern vorher klären

Siehe auch: Wechselperiode, Spielberechtigung

6 Belege

Wechselperiode

Zeitfenster für Vereinswechsel: Wechselperiode I vom 1. Juli bis 31. August, Wechselperiode II vom 1. bis 31. Januar. Amateure können in beiden wechseln, in der zweiten aber nur mit Zustimmung des alten Vereins. Für Jugendliche legen die Landesverbände die Einzelheiten selbst fest.

Ausführlich: Vereinswechsel im Juniorenfußball: Fristen und Spielrecht

Siehe auch: Wartefrist, Stichtag

4 Belege

Stand 24.10.2026. Allgemeine Erklärungen, keine Rechtsberatung im Einzelfall. Häufige Fragen von Eltern beantwortet kurz die Seite Häufige Fragen von Eltern. Eine Angabe stimmt nicht mehr? Fehler melden.