NLZ-Aufnahme: Wie ein Leistungszentrum entscheidet
Was nach der Einladung ins Leistungszentrum passiert: ob es einen Aufnahmetest gibt, warum Kinder oft mehrmals zum Probetraining kommen, wie lange eine Entscheidung dauern kann und was nach einer Zusage mit Vereinswechsel, Schule und Internat zusammenhängt. Der Text gibt belegte Vereinsangaben wieder, bewertet keine einzelnen Vereine und ersetzt keine Beratung im Einzelfall.

Inhalt
Die Einladung ist da. Vielleicht nach einem offenen Sichtungstag, vielleicht nach einem Anruf beim Heimatverein, weil bei einem Spiel jemand am Rand stand. Und sofort kommen neue Fragen: Muss unser Kind jetzt einen Test bestehen? Warum soll es noch einmal kommen, und dann noch einmal? Und was passiert eigentlich, wenn am Ende jemand Ja sagt?
Ein Verfahren, das für alle Leistungszentren gleich abläuft, beschreiben die geprüften Quellen nicht. Belegen lassen sich einzelne Abläufe, die Vereine selbst öffentlich schildern, und die Regeln, die beim Vereinswechsel greifen. Dieser Text beginnt dort, wo der erste Termin vorbei ist. Wie ihr euch auf ein Probetraining einstellt und was es heißt, wenn danach nichts kommt, steht in einem eigenen Text.
Gibt es einen Aufnahmetest?
Muss euer Kind für einen „NLZ-Aufnahmetest“ eine Prüfung mit Punkten bestehen? Einen einheitlichen Test, den alle Leistungszentren verwenden, nennen die geprüften Quellen nicht (Stand 15.09.2026). Wo Vereine ihren Sichtungstag beschreiben, klingt das eher nach Training als nach Prüfung. Eintracht Frankfurt schildert den Ablauf seiner Adlertage so: „Nach einem gemeinsamen Aufwärmen gehen wir direkt in die Spielformen.“ Beim FC Ingolstadt absolvierten die Kinder an den Talenttagen im September 2026 laut Vereinsseite (Stand 05.09.2026) „unter den Augen der Trainer verschiedene Übungs- und Spielformen“. Eintracht Braunschweig wiederum spricht von einem „regelmäßigen Test- und Scouting-Prozess“, über den Spieler aus dem Breitensportverein direkt ins Talentteam berufen werden können; wie die Tests aussehen, beschreibt der zitierte Abschnitt nicht.
Messbare Tests gibt es im Nachwuchsfußball durchaus, zum Beispiel im Talentförderprogramm des DFB. Kinder der U12 bis U15 durchliefen dort bundesweit motorische Tests und wurden zusätzlich von Trainern eingeschätzt; so beschreibt es eine 2021 veröffentlichte Studie mit Daten der Jahrgänge 2001 bis 2006. Die Autoren nennen solche Einschätzungen umstrittener, aber manchmal nützlich, weil Trainer und Scouts damit Eigenschaften beurteilen können, die sich schwer messen lassen. Dass auch diese Urteile vom Geburtsmonat beeinflusst sein können, erklärt der Text zum Probetraining.
Ein Stolperstein beim Wort „Test“: Beim 1. FSV Mainz 05 sind „sehr gute Ergebnisse beim sportmotorischen Talenttest“ eine Voraussetzung, laut Vereinsseite aber für die Aufnahme in die Sportklasse, zusammen mit schulischer Eignung. Ein Platz in einer Sportklasse und ein Platz im Leistungszentrum sind zwei verschiedene Entscheidungen.
Nach dem Sichtungstag: der nächste Schritt
Mehrere Vereine beschreiben den offenen Sichtungstag als Ausgangspunkt für weitere Schritte. Der FC Ingolstadt schreibt: „Die Rückmeldung erfolgt nach dem Talenttag per E-Mail oder telefonisch – mit einer Zu- oder Absage für ein mögliches Probetraining.“ Der VfL Bochum beschreibt seinen Talentwerktag als Möglichkeit, „bei auffälligen Leistungen zu weiteren Sichtungsmaßnahmen eingeladen zu werden“. Hertha BSC spricht von der „Chance auf eine Einladung zum Probetraining beziehungsweise eine mögliche Aufnahme in eine unserer Nachwuchsmannschaften“.
Eine Zusage nach einem solchen Tag bedeutet beim FC Ingolstadt und beim VfL Bochum also zunächst: Euer Kind darf sich noch einmal zeigen. Sie bedeutet noch nicht, dass es zur Mannschaft gehört.
Kernaussage: Eine Zusage nach einem Sichtungstag heißt zunächst: Euer Kind darf sich noch einmal zeigen – nicht, dass es schon zur Mannschaft gehört.
Warum euer Kind zweimal, dreimal oder öfter kommen soll
Wie eine solche Folgephase aussehen kann, hat Eintracht Frankfurt 2024 in einem Interview auf der eigenen Nachwuchsseite ausführlich geschildert. Die Adlertage finden danach in der Regel sonntags statt, am Montag bespricht der Verein, was er gesehen hat; auffällige Kinder erfahren „spätestens am Dienstag“, dass der Verein sie „zu einem näheren Kennenlernen“ einladen möchte. Das läuft meistens über das Adlerperspektivtraining: zweimal im Monat, zusätzlich zum Training im Heimatverein, „über zwei bis drei Monate sechs, sieben Trainingseinheiten“. „Pro Jahrgang sind es 40 bis 50 Spieler pro Saison“, heißt es dort. Danach gibt es ein Gespräch mit den Eltern und eine sportliche Rückmeldung. Dann geht es entweder weiter ins Mannschaftstraining, oder der Verein hält den Schritt noch für zu früh und das Weiterspielen im Heimatverein für besser. Wer extrem auffällt, kann diese Stufe überspringen und direkt ins Mannschaftstraining, aber als Gastspieler, und deren Zahl will der Verein beschränken: „Wir wollen die Gastspieler in unseren Mannschaftstrainingseinheiten aber beschränken und erst sicher sein, dass der Junge auf dem Niveau mithalten und Erfolgserlebnisse haben kann.“
Schritt 1: Adlertag
In der Regel sonntags; am Montag bespricht der Verein, was er gesehen hat.
Schritt 2: Einladung
Auffällige Kinder erfahren spätestens am Dienstag, dass der Verein sie näher kennenlernen möchte.
Schritt 3: Adlerperspektivtraining
Zweimal im Monat zusätzlich zum Heimatverein, über zwei bis drei Monate sechs, sieben Einheiten.
Schritt 4: Rückmeldung
Gespräch mit den Eltern und sportliche Rückmeldung.
Schritt 5: Entscheidung
Weiter ins Mannschaftstraining – oder Weiterspielen im Heimatverein, wenn der Schritt noch zu früh ist.
Andere Vereine beschreiben ähnliche Stufen. Holstein Kiel lädt Kinder, die bei Spielen aufgefallen sind, für seine Perspektivteams zu drei Probetrainings ein; nach deren Abschluss bekommen Eltern und Kinder eine Rückmeldung. Der SC Freiburg schreibt über seine Juniorinnen, dass Spielerinnen vor einem Wechsel in aller Regel schon bei Sichtungsmaßnahmen aufgefallen, danach beobachtet worden und „oft auch schon zum Probetraining“ beim Verein gewesen sind. In einer Reportage des 1. FC Magdeburg von 2020 heißt es, bei Spielen der Landesauswahl gesichtet und „eingeladen zu einigen Probetrainings“ zu werden, sei „ein durchaus üblicher Weg“.
Eine zweite oder dritte Einladung ist in den geschilderten Abläufen also vorgesehen: Sie gehört zu einem Verfahren, das Kinder über mehrere Termine hinweg ansieht statt an einem einzigen Nachmittag.
Wie lange es bis zur Entscheidung dauert
Eine allgemeine Frist nennen die geprüften Quellen nicht (Stand 15.09.2026), und die Zeitangaben der Vereine betreffen unterschiedliche Schritte. Bei Eintracht Frankfurt kommt die Einladung zur nächsten Stufe wenige Tage nach dem Adlertag, die Kennenlernphase selbst dauert dann zwei bis drei Monate. Bei Holstein Kiel kommt die Rückmeldung nach Abschluss der drei Probetrainings.
Auch nach einem Ja kann die Sichtung weiterlaufen. Hansa Rostock beschreibt sein Kinderperspektivteam in der U10 so: „Ziel ist eine Übernahme von Spielern in die U11 des F.C Hansa Rostock, wobei ein ständiger Nachsichtungsprozess läuft.“ Die Übernahme nennt der Verein dort ein Ziel, begleitet von ständiger Nachsichtung.
Fragt deshalb bei jeder Einladung nach, wie viele Termine vorgesehen sind und wann und auf welchem Weg ihr eine Rückmeldung bekommt. Das ist keine unhöfliche Frage, sondern hilft euch und eurem Kind, die Wartezeit einzuordnen.
Nach der Zusage: Was sich formal ändert
Eine Zusage ist zunächst ein sportliches Ja. Daran hängen weitere Schritte, die je nach Verein und Alter unterschiedlich aussehen.
- Der Vereinswechsel.
- Für Meisterschaftsspiele beim neuen Verein braucht euer Kind dort eine Spielberechtigung. Welche Regeln dafür gelten, steht im nächsten Abschnitt; ob und ab wann ein Fördervertrag infrage kommt, erklärt der Text zum Fördervertrag.
- Die Schule.
- Nicht jede Zusage bedeutet einen Schulwechsel. Die Elternbroschüre von DFL und DFB hält fest: „Ein Schulwechsel ist allerdings nicht immer nötig und in einigen Fällen auch nicht zu empfehlen.“ Wichtig sei vor allem eine offene Abstimmung zwischen Kind, Schule und Leistungszentrum (S. 23).
- Das Internat.
- Beim Internat lohnt ein genauer Blick auf die Angaben des Vereins. Dynamo Dresden schreibt: „Generell besteht kein Anspruch eines Sportlers auf eine Aufnahme ins Internat der SG Dynamo Dresden.“ Beim 1. FC Köln ist eine eigene Bewerbung fürs Sportinternat „grundsätzlich nicht möglich“; die Aufnahme laufe „ausschließlich über die jeweiligen sportlichen Auswahl- und Förderstrukturen“.
- Die Familie.
- Susanne Amar, selbst Mutter eines früheren LZ-Spielers, ermutigt in der Broschüre die ganze Familie, vor einem Wechsel gemeinsam zu besprechen, was sich für alle ändert, wie man es zusammen schafft und wo man Hilfe braucht (S. 14).
Wenn der Heimatverein nicht mitziehen will
Eine Probe- oder Kennenlernphase ersetzt den Heimatverein nicht unbedingt. Bei Eintracht Frankfurt etwa findet das Adlerperspektivtraining ausdrücklich „zusätzlich zum Training und den Spielen in ihrem Heimatverein“ statt. Hansa Rostock schrieb 2023 über seine Ausbildungsvereine: Wenn es später darum gehe, die besten Spieler älterer Jahrgänge zu holen, solle das „immer im gegenseitigen Einvernehmen erfolgen“.
Für den Wechsel selbst enthält die DFB-Jugendordnung (Fassung vom 21.08.2026) eine Sonderregel: Wechselt ein Junior mit Amateurstatus zum ersten Mal aus einem Amateurverein in ein vom DFB anerkanntes beziehungsweise von der DFL lizenziertes Leistungszentrum, gelten die Vorschriften aus § 3 Nr. 1 bis 5 und § 3a Nr. 1 bis 4 dafür nicht, soweit sie Entschädigungen, Wartefristen oder Zustimmungen betreffen; die fristgerechte Abmeldung beim bisherigen Verein bleibt aber Pflicht (§ 3 Nr. 6 a). Es kommt allerdings auf den Zeitpunkt an: Außerhalb einer Wechselperiode gelten Wartefristen weiter (§ 3 Nr. 6 b), und in der Wechselperiode II ist ein solcher Wechsel „grundsätzlich nur nach Zustimmung des abgebenden Vereins möglich“ (§ 3 Nr. 6 e). Die übrigen Bestimmungen zum Vereinswechsel legen laut § 3 Nr. 1 die Mitgliedsverbände des DFB in eigener Zuständigkeit fest.
Das ist eine allgemeine Darstellung, keine Beratung für euren Fall. Welche Frist für euer Kind gilt, erfahrt ihr beim aufnehmenden Verein und bei eurem Landesverband.
Was ihr jetzt tun könnt
- Fragt bei jeder Einladung, wie viele Termine geplant sind, wer die Rückmeldung gibt und wann ungefähr.
- Sagt dem Trainer im Heimatverein früh Bescheid, dass euer Kind eingeladen ist. Ein gutes Verhältnis dorthin hilft, egal wie es ausgeht.
- Erklärt eurem Kind, dass eine weitere Einladung eine weitere Runde ist und noch kein Urteil, weder im Guten noch im Schlechten.
- Stellt nach einer Zusage nicht sofort alles um. Schule, Fahrten und Familienalltag lassen sich Schritt für Schritt klären.
- Lasst euch vom aufnehmenden Verein erklären, wer die Wechselunterlagen einreicht und bis wann.
- Kommt nach mehreren Probetrainings ein Nein, gehört auch das zu den beschriebenen Ausgängen: Eintracht Frankfurt nennt ausdrücklich den Fall, dass der Schritt zum Verein noch zu früh ist und das Weiterspielen im Heimatverein besser.
Weiterlesen
- Wie ihr euch auf ein Probetraining einstellt und was es heißt, wenn danach nichts kommt: NLZ-Probetraining: Was Eltern vorbereiten können
- Welche Wege überhaupt ins Leistungszentrum führen: Wie kommt mein Kind ins Nachwuchsleistungszentrum?
- Alter, Jahrgang und Wohnort als Voraussetzungen: NLZ-Voraussetzungen: Alter, Jahrgang und Wohnort
- Fördervertrag, Spielrecht und Wartefristen: Fördervertrag im Fußball: Was Eltern vorher wissen sollten
- Wie der Alltag im Leistungszentrum aussieht: Belastung, Druck & Familienleben
- Die Profile der hier zitierten Vereine: NLZ-Profil Eintracht Frankfurt Fußball Aktiengesellschaft, NLZ-Profil FC Ingolstadt 04, NLZ-Profil VfL Bochum 1848, NLZ-Profil Hertha BSC, NLZ-Profil Kieler Sportvereinigung Holstein von 1900 e. V., NLZ-Profil Sport-Club Freiburg e.V., NLZ-Profil 1. FC Magdeburg, NLZ-Profil F.C. Hansa Rostock, NLZ-Profil SG Dynamo Dresden, NLZ-Profil 1. Fußball-Club Köln 01/07 e. V., NLZ-Profil 1. Fußball- und Sportverein Mainz 05 e.V., NLZ-Profil Braunschweiger Turn- und Sportverein Eintracht von 1895 e.V.
Dieser Text ist eine allgemeine Darstellung und ersetzt keine Beratung im Einzelfall. Abläufe und Regeln ändern sich; maßgeblich sind immer die aktuellen Angaben des jeweiligen Vereins und des zuständigen Landesverbands.
Quellen
Quelle 1Ablauf eines Sichtungstags: direkt in Spielformen (Eintracht Frankfurt, Adlertage)
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„Nach einem gemeinsamen Aufwärmen gehen wir direkt in die Spielformen.“
Quelle 2Ablauf eines Talenttags: Übungs- und Spielformen unter Beobachtung der Trainer (FC Ingolstadt 04)
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„Im Anschluss absolvieren die Heranwachsenden unter den Augen der Trainer verschiedene Übungs- und Spielformen.“
Quelle 3Test- und Scouting-Prozess als Weg ins Talentteam (Eintracht Braunschweig)
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„Aufgrund der engen Verzahnung zwischen Breitensport und NLZ können die talentierten Spieler des Breitensportvereins, die in einem regelmäßigen Test- und Scouting-Prozess auffallen, direkt in das Talentteam berufen werden.“
Quelle 4Studie: Stichprobe U12 bis U15 aus dem DFB-Talentförderprogramm
Zitat anzeigen(Original, EN)
„Players within the U12 to U15 age groups of the talent promotion program of the German Football Association (DFB) took part in the study.“
Auf Deutsch: „An der Studie nahmen Spieler der Altersklassen U12 bis U15 aus dem Talentförderprogramm des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) teil.“
Quelle 5Studie: bundesweite objektive und subjektive Diagnostik im DFB-Talentförderprogramm
Zitat anzeigen(Original, EN)
„At the time of data collection, the players were part of the DFB's talent promotion program and participated in the nationwide objective and subjective diagnostics“
Auf Deutsch: „Zum Zeitpunkt der Datenerhebung gehörten die Spieler dem Talentförderprogramm des DFB an und nahmen an der bundesweiten objektiven und subjektiven Diagnostik teil“
Quelle 6Studie: motorische Testbatterie und Trainereinschätzungen
Zitat anzeigen(Original, EN)
„In addition, coaches subjectively rated players on their kicking, tactical, and psychosocial skills“
Auf Deutsch: „Zusätzlich bewerteten Trainer die Spieler subjektiv in ihren Schuss-, taktischen und psychosozialen Fähigkeiten“
Quelle 7Studie: Datengrundlage Jahrgänge 2001 bis 2006
Zitat anzeigen(Original, EN)
„The DFB provided the authors with data for the six birth cohorts (2001–2006).“
Auf Deutsch: „Der DFB stellte den Autoren Daten für die sechs Geburtsjahrgänge (2001–2006) zur Verfügung.“
Quelle 8Studie: subjektive Einschätzungen umstrittener, aber manchmal nützlich
Zitat anzeigen(Original, EN)
„Subjective assessments, although more controversial, are sometimes beneficial because coaches and scouts can evaluate player characteristics that might be difficult to measure.“
Auf Deutsch: „Subjektive Beurteilungen sind zwar umstrittener, aber manchmal von Vorteil, weil Trainer und Scouts Spielermerkmale einschätzen können, die möglicherweise schwer zu messen sind.“
Quelle 9Studie: Tendenz zu besserer Gesamteinschätzung früh im Jahr Geborener
Zitat anzeigen(Original, EN)
„However, trends toward a better holistic rating of early-born players for current and future performance levels were found.“
Auf Deutsch: „Es zeigten sich jedoch Tendenzen zu einer besseren Gesamtbewertung früh im Jahr geborener Spieler beim aktuellen und künftigen Leistungsniveau.“
Quelle 10Sportmotorischer Talenttest als Aufnahmevoraussetzung der Sportklasse, nicht des NLZ (1. FSV Mainz 05)
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„Schulische Eignung und sehr gute Ergebnisse beim sportmotorischen Talenttest sind Voraussetzungen für die Aufnahme in die Sportklasse.“
Quelle 11Nach dem Talenttag Zu- oder Absage für ein mögliches Probetraining (FC Ingolstadt 04)
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„Die Rückmeldung erfolgt nach dem Talenttag per E-Mail oder telefonisch – mit einer Zu- oder Absage für ein mögliches Probetraining.“
Quelle 12Talentwerktag führt bei auffälligen Leistungen zu weiteren Sichtungsmaßnahmen (VfL Bochum)
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„Der Talentwerktag bietet Spielern aus dem Umkreis die Möglichkeit, sich den Verantwortlichen des Talentwerks zu zeigen und bei auffälligen Leistungen zu weiteren Sichtungsmaßnahmen eingeladen zu werden.“
Quelle 13TalentsDay: Chance auf Einladung zum Probetraining bzw. mögliche Aufnahme (Hertha BSC)
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„Das Können am Ball steht dabei natürlich im Vordergrund, sodass besonders begabte Fußballer die Chance auf eine Einladung zum Probetraining beziehungsweise eine mögliche Aufnahme in eine unserer Nachwuchsmannschaften haben.“
Quelle 14Adlertage in der Regel sonntags, Besprechung am Montag (Eintracht Frankfurt)
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„Die Adlertage finden in der Regel sonntags statt. Am Montag setzen wir uns zusammen und besprechen alles, was wir gesehen haben.“
Quelle 15Einladung zum näheren Kennenlernen spätestens am Dienstag (Eintracht Frankfurt)
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„Die Jungs, die besonders auffällig waren, bekommen spätestens am Dienstag Bescheid gesagt, dass wir sie zu einem näheren Kennenlernen einladen möchten.“
Quelle 16Adlerperspektivtraining meistens als nächste Stufe, zweimal im Monat zusätzlich zum Heimatverein (Eintracht Frankfurt)
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„Das passiert meistens über das Adlerperspektivtraining (APT), bei dem sie dann zusätzlich zum Training und den Spielen in ihrem Heimatverein zweimal im Monat bei uns im Trainingsprozess sind.“
Quelle 17Dauer und Umfang der Kennenlernphase: zwei bis drei Monate, sechs, sieben Einheiten (Eintracht Frankfurt)
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„Im APT absolvieren die Jungs über zwei bis drei Monate sechs, sieben Trainingseinheiten mit anderen Jungs in ihrem Jahrgang“
Quelle 18Zahl der Kinder im Adlerperspektivtraining je Jahrgang und Saison (Eintracht Frankfurt, Stand 2024)
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„Pro Jahrgang sind es 40 bis 50 Spieler pro Saison, die dann über einen Zeitraum von sechs, sieben Trainingseinheiten dabei sind.“
Quelle 19Gespräch mit den Eltern und sportliche Rückmeldung nach der Kennenlernphase (Eintracht Frankfurt)
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„Danach setzen wir uns mit den Eltern zusammen und geben eine sportliche Rückmeldung.“
Quelle 20Zwei Ausgänge: Mannschaftstraining oder Weiterspielen im Heimatverein (Eintracht Frankfurt)
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„Entweder geht’s dann im nächsten Schritt ins Mannschaftstraining, weil man im APT überzeugen konnte, oder wir haben das Gefühl, dass der Schritt zu Eintracht ist noch zu früh und es für den Jungen besser ist, im Heimatverein weiterzuspielen.“
Quelle 21Sehr auffällige Kinder direkt ins Mannschaftstraining (Eintracht Frankfurt)
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„Wenn jemand extrem auffällig ist, dann würde er diesen Schritt überspringen und direkt ins Mannschaftstraining einsteigen.“
Quelle 22Gastspieler im Mannschaftstraining werden beschränkt (Eintracht Frankfurt)
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„Wir wollen die Gastspieler in unseren Mannschaftstrainingseinheiten aber beschränken und erst sicher sein, dass der Junge auf dem Niveau mithalten und Erfolgserlebnisse haben kann.“
Quelle 23Einladung auffälliger Kinder zu drei Probetrainings (Holstein Kiel, Perspektivteams)
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„Die Kinder werden dann zu einem dreimaligen Probetraining an den PT-Standort eingeladen, der ihrem Wohnort am nächsten ist.“
Quelle 24Rückmeldung an Eltern und Kinder nach Abschluss der Probetrainings (Holstein Kiel)
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„Nach Abschluss der Probetrainings erhalten die Eltern und Kinder eine Rückmeldung durch die Trainer:innen des Perspektivteams.“
Quelle 25Weg von Juniorinnen zum Verein: Sichtung, Beobachtung, oft Probetraining (SC Freiburg)
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„In aller Regel sind Jugendspielerinnen, bevor sie zum SC Freiburg wechseln, vorher schon bei Sichtungsmaßnahmen aufgefallen, danach von SC-Jugendtrainern beziehungsweise dem SC-Scouting beobachtet worden und oft auch schon zum Probetraining beim Sport-Club gewesen.“
Quelle 26Mehrere Probetrainings als üblicher Weg (1. FC Magdeburg, Reportage 2020)
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„Gesichtet bei Spielen mit der Niedersachsen-Landesauswahl und eingeladen zu einigen Probetrainings – ein durchaus üblicher Weg, schlussendlich an die Elbe zu wechseln.“
Quelle 27Kinderperspektivteam U10: Ziel Übernahme in die U11, ständige Nachsichtung (F.C. Hansa Rostock)
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„Ziel ist eine Übernahme von Spielern in die U11 des F.C Hansa Rostock, wobei ein ständiger Nachsichtungsprozess läuft.“
Quelle 28Spielberechtigung für Meisterschaftsspiele beim Vereinswechsel (§ 3 Nr. 3 a) DFB-Jugendordnung)
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„Bei einem Vereinswechsel zum festgelegten Stichtag wird mit Zustimmung des abgebenden Vereins die Spielberechtigung für Meisterschaftsspiele ab Eingang des Antrags auf Spielerlaubnis erteilt“
Quelle 29Schulwechsel nicht immer nötig
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„Ein Schulwechsel ist allerdings nicht immer nötig und in einigen Fällen auch nicht zu empfehlen.“
Quelle 30Offene Kommunikation zwischen Spieler, Schule und Leistungszentrum
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„Das Wichtigste ist immer eine offene und ehrliche Kommunikation zwischen Spieler, Schule und LZ.“
Quelle 31Kein Anspruch auf einen Internatsplatz (SG Dynamo Dresden)
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„Generell besteht kein Anspruch eines Sportlers auf eine Aufnahme ins Internat der SG Dynamo Dresden.“
Quelle 32Keine Initiativbewerbung für das Sportinternat (1. FC Köln)
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„Eine direkte Anmeldung oder Initiativbewerbung für das Sportinternat ist grundsätzlich nicht möglich.“
Quelle 33Internatsaufnahme nur über die sportlichen Auswahl- und Förderstrukturen (1. FC Köln)
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„Die Aufnahme erfolgt ausschließlich über die jeweiligen sportlichen Auswahl- und Förderstrukturen“
Quelle 34Fragen der ganzen Familie vor einem Wechsel ins LZ (Susanne Amar)
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„Steht ein Spieler vor einem Wechsel ins LZ, möchte ich ihn und seine GESAMTE Familie dazu ermutigen, sich die folgenden Fragen zu stellen“
Quelle 35Susanne Amar als Mutter eines früheren LZ-Spielers
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„Unser Sohn hat bis zum Ende der A-Jugend in Leistungszentren gekickt.“
Quelle 36Wechsel von Spielern aus Ausbildungsvereinen im gegenseitigen Einvernehmen (F.C. Hansa Rostock)
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„wenn es später darum geht, die besten Spieler in den älteren Jahrgängen eventuell zum F.C .Hansa Rostock zu holen, soll dies immer im gegenseitigen Einvernehmen erfolgen“
Quelle 37Anwendungsbereich: erstmaliger Wechsel von Junioren mit Amateurstatus in ein Leistungszentrum (§ 3 Nr. 6 DFB-Jugendordnung)
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„Bestimmungen über den erstmaligen Vereinswechsel von Juniorenspielern mit Amateurstatus von einem Amateurverein zu einem vom DFB anerkannten bzw. von der DFL lizenzierten Leistungszentrum“
Quelle 38Keine Anwendung der Regeln zu Entschädigung, Wartefrist und Zustimmung beim erstmaligen LZ-Wechsel (§ 3 Nr. 6 a) DFB-Jugendordnung)
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„Auf den erstmaligen Vereinswechsel eines Juniorenspielers gemäß dieser Ziffer finden die Vorschriften des § 3 Nrn. 1. bis 5. sowie § 3a Nrn. 1. bis 4. keine Anwendung, soweit sie Regelungen bezüglich Entschädigungen, Wartefristen oder Zustimmungen zum Vereinswechsel betreffen.“
Quelle 39Pflicht zur fristgerechten Abmeldung bleibt (§ 3 Nr. 6 a) DFB-Jugendordnung)
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„Die Pflicht zur fristgerechten Abmeldung beim abgebenden Verein gemäß Nr. 2., Absatz 4 bleibt davon unberührt.“
Quelle 40Wartefristen bei Wechsel außerhalb einer Wechselperiode (§ 3 Nr. 6 b) DFB-Jugendordnung)
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„Wechselt ein Juniorenspieler gemäß dieser Ziffer außerhalb einer Wechselperiode den Verein, finden die Regelungen hinsichtlich der Wartefristen aus § 3 Nrn. 1. bis 3. sowie § 3a Nrn. 1. bis 4. mit der Maßgabe Anwendung“
Quelle 41Wechsel in der Wechselperiode II grundsätzlich nur mit Zustimmung (§ 3 Nr. 6 e) DFB-Jugendordnung)
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„Wechsel innerhalb der Wechselperiode II sind trotz der Verpflichtung zur Zahlung einer Entschädigung grundsätzlich nur nach Zustimmung des abgebenden Vereins möglich.“
Quelle 42Zuständigkeit der Mitgliedsverbände für Bestimmungen zum Vereinswechsel (§ 3 Nr. 1 DFB-Jugendordnung)
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„Die Bestimmungen über den Vereinswechsel legen die Mitgliedsverbände in eigener Zuständigkeit fest, soweit keine allgemeinverbindlichen Regelungen entgegenstehen.“
Quelle 43Die drei Fragen für die ganze Familie vor einem Wechsel ins LZ (Susanne Amar, paraphrasiert)
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