NLZ für Mädchen: welche Wege es im Fußball gibt
Welche Nachwuchsleistungszentren Mädchen aufnehmen, was die DFB-Anerkennung als Leistungs- oder Talentförderzentrum weiblich bedeutet und bis wann Mädchen nach der DFB-Jugendordnung in Jungenmannschaften spielen dürfen. Mit der Zählung aus den 56 Profilen dieses Portals (Stand 18.10.2026) und dem Vorbehalt, dass die DFB-Anerkennung jeweils einer Saison gilt. Der Text vergleicht die Wege von Jungen und Mädchen nicht und bewertet keinen Verein.

Inhalt
Wenn eine Tochter Fußball spielt und gut ist, kommt irgendwann die Frage auf: Gibt es für sie auch ein Nachwuchsleistungszentrum? Die kurze Antwort lautet: Es gibt Wege, aber sie sehen anders aus als bei den Jungen — und das Fördersystem dahinter ist noch jung. Der DFB hat die Leistungs- und Talentförderzentren weiblich erst zur Saison 2024/2025 eingeführt: „Die DFB-Leistungs- und Talentförderzentren weiblich (LZw/TFZw) gibt es seit der Saison 2024/2025 und bilden den nächsten Meilenstein in der Weiterentwicklung der Professionalisierung im Frauen- und Mädchenfußball.“
Dieser Text vergleicht nicht, welcher Weg der bessere ist, und er bewertet keinen Verein. Er beschreibt, was wir in den Profilen dieses Portals tatsächlich vorgefunden haben, wie die beiden Fördersysteme nebeneinander stehen, bis wann Mädchen nach der DFB-Jugendordnung in Jungenmannschaften spielen dürfen — und an welchen Stellen wir schlicht keine Angabe gefunden haben. Diese Lücken sind ein eigener Befund, kein Versehen.
Was unsere Erhebung zu 56 Vereinen zeigt
Wir haben für alle 56 Standorte in diesem Portal geprüft, ob der Verein Mädchen im Bereich seines Nachwuchsleistungszentrums fördert. Stand 18.10.2026 (eigene Erhebung, Belege jeweils im Profil des Vereins unter NLZ-Verzeichnis) ergibt das:
- 13 Vereine — ja. Es gibt entweder eine DFB-Anerkennung als Leistungs- oder Talentförderzentrum weiblich oder eigene Juniorinnen-Mannschaften, die der Verein selbst seinem Leistungszentrum zuordnet.
- 15 Vereine — nein. Hier steht auf den geprüften Seiten kein Mädchenweg im Leistungszentrum — die Teams des Leistungszentrums sind dort Junioren-Teams; Mädchenfußball läuft, wo es ihn gibt, über eine getrennte Abteilung oder einen Partnerverein.
- 28 Vereine — unbekannt. Bei genau der Hälfte der Vereine ließ sich die Frage aus den geprüften öffentlichen Seiten nicht beantworten. In 26 dieser Fälle heißt das: Der Verein steht nicht in der DFB-Liste, und eine Vereinsaussage, die den Mädchenbereich dem Leistungszentrum zuordnet oder ihn davon abgrenzt, haben wir auf den geprüften Seiten nicht gefunden.
Die 28 sind das eigentliche Ergebnis. Für euch heißt das: Bei etwa der Hälfte der Vereine führt die Suche auf der Vereinswebsite nicht weiter — dort müsst ihr fragen. Und wenn ein Profil hier *unbekannt* sagt, ist das keine Absage des Vereins. Es heißt nur: Auf den geprüften Seiten stand dazu nichts.
Warum das Ja nicht überall dasselbe bedeutet
Hinter den 13 Ja-Fällen stehen zwei ganz verschiedene Dinge, und der Unterschied ist für eure Planung wichtig.
- Erstens die DFB-Anerkennung.
- Der DFB meldete am 12.12.2025: „Damit steigt die Zahl der anerkannten DFB-Leistungs- oder Talentförderzentren weiblich auf elf.“ Genannt sind dort als Leistungszentrum weiblich der 1. FC Köln, der 1. FC Union Berlin, Bayern München, der SC Freiburg, die SGS Essen und die TSG Hoffenheim, als Talentförderzentrum weiblich Bayer 04 Leverkusen, der Hamburger SV, RB Leipzig, der VfL Wolfsburg und Eintracht Frankfurt. Es sind also zwei Stufen, nicht eine. Zehn dieser elf Vereine haben ein Profil in diesem Portal; die SGS Essen gehört nicht zu den 56 Standorten. Der 1. FC Union Berlin schreibt dazu selbst: „Seit Januar 2026 zählt auch unser NLZ weiblich zu den vom DFB zertifizierten Leistungszentren Deutschlands.“
- Zweitens eigene Juniorinnen-Teams ohne diese Anerkennung.
- Der FC Carl Zeiss Jena, der 1. FC Magdeburg und der SV Meppen stehen in der DFB-Liste nicht, führen aber Juniorinnen-Mannschaften, die sie selbst dem Leistungszentrum zurechnen. Beim 1. FC Magdeburg heißt der Navigationspunkt dafür schlicht „NLZ – (w): 1. FC Magdeburg“. Das NLZ Emsland beim SV Meppen beschreibt das so: „Das Nachwuchsleistungszentrum Emsland geht auf eine Initiative des Niedersächsischen Fußballkreisverbandes Emsland zurück und hat die gezielte Förderung männlicher und weiblicher Fußballtalente aus der Region Emsland zum Ziel.“
Und auch dort, wo beides zusammenfällt, ist die Zuordnung unterschiedlich gelöst: Der 1. FC Köln bündelt laut eigener Meldung „alle Aktivitäten des 1. FC Köln in der ganzheitlichen und individuellen Förderung des weiblichen und männlichen Nachwuchses inklusive der Betreuung im Sportinternat“, beim Hamburger SV dagegen heißt es im Nachwuchskonzept: „Das NLZ und seine Mitarbeitenden sind Teil unserer Gesamtidee und stark vernetzt mit den Mitarbeitenden in den Profimannschaften der HSV-Männer und der HSV-Frauen sowie des Talentförderzentrums der Mädchen.“ Der HSV benennt beide Einrichtungen also gesondert und beschreibt ihre Mitarbeitenden als stark vernetzt.
Leistungszentrum weiblich
- 1. FC Köln
- 1. FC Union Berlin
- Bayern München
- SC Freiburg
- SGS Essen
- TSG Hoffenheim
Talentförderzentrum weiblich
- Bayer 04 Leverkusen
- Hamburger SV
- RB Leipzig
- VfL Wolfsburg
- Eintracht Frankfurt
Der Vorbehalt, den ihr kennen solltet
Die DFB-Meldung vom 12.12.2025 formuliert ausdrücklich: „Fünf Vereine der Google Pixel Frauen-Bundesliga werden zum 1. Januar 2026 für die Saison 2025/2026 als DFB-Leistungs- oder Talentförderzentrum weiblich (LZw/TFZw) zertifiziert.“ Die Anerkennung gilt also einer Saison, und der DFB prüft neu: „Um eine entsprechende Qualitätssicherung gewährleisten zu können, erfolgt die Zertifizierung jährlich.“
Für die Saison 2026/27 haben wir bei unserem Abruf der DFB-Seiten am 16.09.2026 keine durchgängige Bestätigung gefunden. Unser Ja stützt sich in diesen Fällen auf die Liste für 2025/2026. Wer heute plant, sollte deshalb beim Verein nachfragen, ob die Anerkennung fortbesteht, statt sich auf eine Liste vom Dezember 2025 zu verlassen.
Wichtig ist auch, wer sich überhaupt bewerben kann: „Alle Vereine der Google Pixel Frauen-Bundesliga, 2. Frauen-Bundesliga und den Regionalligen haben die Möglichkeit, sich als Leistungs- oder Talentförderzentrum weiblich zu bewerben.“ Ein Verein, dessen Frauenmannschaft nicht in einer dieser Ligen spielt, kommt in dieser Aufzählung der Bewerbungsberechtigten nicht vor — über seine Mädchenarbeit sagt das nichts aus.
Getrennte Türen: der Bewerbungsweg
In den Profilen fällt ein Muster auf: Mehrere Vereine, die Mädchen aufnehmen, weisen für sie einen eigenen Zugang aus — nicht dasselbe Formular wie bei den Jungen. Bayer 04 Leverkusen nennt für Juniorinnen einen eigenen, terminunabhängigen Zugang: „Bewerbungen für ein Probetraining bei den weiblichen Nachwuchsmannschaften von Bayer 04 sind ganzjährig möglich.“ Der 1. FC Union Berlin führt auf seiner NLZ-Seite zwei getrennte Anmeldeformulare, eines für Jungs und eines für Mädchen; am 18.10.2026 bot das Mädchen-Formular die Jahrgänge 2013 bis 2017 an, etwa mit der Option „JG 2013 | Frühjahrssichtung 2027 Mädchen“. Einen Termin für diese Frühjahrssichtung nannte die Seite an diesem Tag nicht, und das zuvor ausgeschriebene Sichtungstraining für Juniorinnen am 17.10.2026 ist vorbei. Beim FC Carl Zeiss Jena gibt es ein eigenes Juniorinnen-Formular: „Du möchtest Dich für ein Probetraining im Nachwuchsleistungszentrum des FC Carl Zeiss Jena anmelden?“
Daraus folgt praktisch: Sucht nicht nur unter *NLZ* oder *Nachwuchs*. In unserer Erhebung stand der Mädchenweg bei mehreren Vereinen im Bereich *Frauen & Mädchen* oder *Frauenfußball*; die Belege dazu stehen jeweils im Profil des Vereins. Prüft deshalb auch, ob der Verein dort eine eigene Ansprechperson oder Kontaktadresse für Juniorinnen nennt. Und die veröffentlichten Formate unterscheiden sich: Bayer 04 nennt oben eine ganzjährige Bewerbungsmöglichkeit, der Hamburger SV schreibt für Mädchen einzelne Sichtungstage aus, zuletzt mit der Meldung: „Am Sonntag, 22. März 2026, finden die Sichtungstrainings auf der Paul Hauenschild Sportanlage in Norderstedt statt.“ Auf seiner Seite zum Juniorinnen-Probetraining stand im September 2026 noch: „Daher veranstalten wir im März/April unser jährliches Sichtungstraining.“ Am 18.10.2026 war diese Seite nicht mehr abrufbar. Konkrete Termine ändern sich; prüft sie immer am Tag eurer Anfrage auf der Vereinsseite nach.
Bis wann Mädchen in Jungenmannschaften spielen dürfen
Zu dieser Frage gibt es eine geschriebene Regel. Die DFB-Jugendordnung sagt in § 5 Nr. 3: „Es sind auch gemischte Mannschaften (Juniorinnen und Junioren) zulässig. B- und C-Juniorinnen dürfen nur mit Zustimmung der Erziehungsberechtigten in Junioren-Mannschaften spielen.“ Und in § 5 Nr. 4: „Im Bereich der B-Junioren/B-Juniorinnen und jünger sind gemischte Staffeln (Jungen- und Mädchen-Mannschaften) zulässig.“
Die B-Juniorinnen sind dabei die U16: Die Jugendordnung führt die Altersklasse als B-Junioren/B-Juniorinnen (U 17/U 16). Die Regel zu den gemischten Staffeln reicht damit bis zu dieser Altersklasse; was oberhalb davon gilt, sagt der zitierte Absatz nicht.
Kernaussage: Gemischte Staffeln sind bis zu den B-Juniorinnen (U16) zulässig; B- und C-Juniorinnen spielen in Junioren-Mannschaften nur mit Zustimmung der Erziehungsberechtigten.
Eine andere Frage ist der Einsatz in einer Frauen-Mannschaft. Dafür gilt nach § 6 Nr. 1 zunächst: „Junioren/Juniorinnen dürfen grundsätzlich nicht in einer Herren- bzw. Frauen-Mannschaft spielen.“ Für B-Juniorinnen des älteren Jahrgangs kann der zuständige Mitgliedsverband nach § 6 Nr. 2 eine Spielerlaubnis für alle Frauen-Mannschaften ihres Vereins erteilen.
Umgekehrt gibt es auch den Weg nach unten: „Die Landesverbände können auf Antrag des Vereins einzelnen Juniorinnen auch die Spielberechtigung für eine Junioren-Mannschaft der nächstniedrigeren Altersklasse erteilen“ (§ 5 Nr. 6), und ganze Teams können einsortiert werden — „Auf Antrag eines betroffenen Vereins ist grundsätzlich eine Juniorinnen-Mannschaft in eine Juniorenstaffel der nächstniedrigeren Altersklasse einzuteilen“ (§ 5 Nr. 7). Genau das findet sich in der Praxis wieder: Der FC Carl Zeiss Jena schrieb (Abruf 05.09.2026) über seine U14-Juniorinnen der vergangenen Saison: „Unsere U14 spielt in der Saison 2025/26 in der Talente-Liga Thüringen gegen U13- bzw. U12-Jungsteams.“
Der DFB-Stützpunkt: für Mädchen ein Jahr länger
Der DFB-Stützpunkt ist eine Förderstufe des Verbandes, die beide Geschlechter erreicht: „339 Stützpunkte bilden in allen Regionen Deutschlands ein flächendeckendes Netz zum intensiven Sichten und Fördern etwa 14.000 talentierter Spieler*innen im besten Lernalter.“ Ein Unterschied ist belegt: „Junioren profitieren in der Regel bis zur U 15, Juniorinnen bis zur U 16 vom DFB-Stützpunkt-Training.“
Weil der Stützpunkt vom Verband getragen wird und nicht von einem einzelnen Leistungszentrum, lohnt die Frage nach diesem Weg besonders dort, wo im Umkreis gar kein Zentrum für Mädchen liegt. Welche Teilnahmevoraussetzungen gelten, nennt die zitierte DFB-Seite nicht — fragt danach beim Landesverband. Wie die Nominierung abläuft und welche Rolle die Landesverbände spielen, steht ausführlich hier: DFB-Stützpunkt: Sichtung, Alter und Unterschied zum NLZ.
Was Forschung und Verband beitragen
Zum Frauenfußball in Deutschland gibt es inzwischen auch Forschung, und sie beschreibt eine Auswahlverzerrung, die aus dem Männerbereich lange bekannt ist. Kristy L. Smith, Till Koopmann, Patricia L. Weir und Jörg Schorer werteten 2024 die Geburtsdaten von 1.378 in Deutschland geborenen Spielerinnen der ersten Frauen-Bundesliga aus (Geburtsjahrgänge 1977 bis 2001, Durchschnittsalter 24,32 Jahre) und fanden den relativen Alterseffekt auch dort: „The sample of 1,378 German first-league players revealed expected participation inequities within-year with relatively older players being over-represented and younger players being under-represented.“ (auf Deutsch: „Die Stichprobe von 1.378 deutschen Erstligaspielerinnen zeigte die erwarteten Teilnahme-Ungleichheiten innerhalb des Jahres: relativ ältere Spielerinnen waren überrepräsentiert, relativ jüngere unterrepräsentiert.“) Gemeint ist der Geburtsmonat innerhalb eines Jahrgangs. Die Auswertung betrifft erwachsene Erstligaspielerinnen, nicht die Aufnahme in ein Leistungs- oder Talentförderzentrum, und sie sagt nichts über einzelne Vereine. Was der relative Alterseffekt ist und wie er im Nachwuchs gemessen wurde, steht hier: NLZ-Probetraining: Was Eltern vorbereiten können.
Wie jung die Förderstruktur ist, ordnen die Verantwortlichen selbst ein. In einem DFB-Interview vom 20.05.2026 begründet Ulrike Ballweg, Sportliche Leiterin Talentförderung Frauen und Mädchen beim DFB, den Aufbau der Zentren mit einem Satz: „Ganz grundsätzlich, um die weibliche Nachwuchsförderung zu professionalisieren.“ Verena Hagedorn, Trainerin der U 21 des 1. FC Köln, sagt im selben Interview: „Die Entwicklung ist rasant und geht in die richtige Richtung.“ Beides sind Einschätzungen von Beteiligten, keine Messwerte — und sie sagen nichts darüber, wie viele Plätze es gibt und wer sie bekommt.
Für die Frage, was neben dem Fußball bleibt, gibt es für den deutschen Spitzenbereich Zahlen. Peter Ehnold, Andreas Gohritz, Lena Lotzen und Torsten Schlesinger befragten zwischen November 2021 und Januar 2022 200 Spielerinnen der Frauen-Bundesliga und der 2. Frauen-Bundesliga. Ihr Befund: „90.6% of the players are pursuing or have already completed academic or vocational education.“ (auf Deutsch: „90,6 % der Spielerinnen absolvieren gerade eine schulisch-akademische oder berufliche Ausbildung oder haben sie bereits abgeschlossen.“) Und zur Vereinbarkeit: „81.8% of players report no impact or even a positive impact of soccer on their performance in academic or vocational education.“ (auf Deutsch: „81,8 % der Spielerinnen berichten von keinem oder sogar einem positiven Einfluss des Fußballs auf ihre Leistungen in Ausbildung oder Studium.“) Bezugsgruppe sind erwachsene Spielerinnen der beiden höchsten Frauenligen zum Erhebungszeitpunkt 2021/22, nicht Mädchen im Nachwuchsbereich; die Angaben sind Selbstauskünfte.
1.378
Erstligaspielerinnen wurden 2024 auf den Geburtsmonat hin ausgewertet; relativ ältere waren überrepräsentiert
90,6 %
der 200 befragten Spielerinnen der beiden höchsten Frauenligen waren in Ausbildung oder Studium oder hatten es abgeschlossen (Befragung 2021/22)
81,8 %
berichteten von keinem oder einem positiven Einfluss des Fußballs auf Ausbildung oder Studium (Selbstauskunft)
Was ihr jetzt tun könnt
- Beim Verein direkt fragen, und zwar an der richtigen Stelle. In 28 von 56 Fällen ließ sich die Frage anhand der von uns geprüften Seiten nicht klären. Sucht die Kontaktadresse auch im Bereich *Frauen & Mädchen*, nicht nur unter *NLZ*.
- Nach der aktuellen Saison fragen. Die DFB-Anerkennung gilt jeweils einer Saison. Die Frage lautet: Sind Sie für die laufende Saison als Leistungs- oder Talentförderzentrum weiblich anerkannt?
- Klären, wozu die Mädchen-Teams gehören. Zum Leistungszentrum, zu einer eigenen Abteilung oder zu einem Partnerverein? Fragt gleich mit, wo trainiert wird und wer zuständig ist — die Fahrtzeit könnt ihr danach selbst ausrechnen.
- Den Stützpunktweg mitdenken. Vom DFB-Stützpunkt-Training profitieren Juniorinnen laut DFB in der Regel bis zur U 16. Ob und wie es sich mit dem Vereinstraining verträgt, fragt ihr am besten beim Landesverband.
- Bei gemischten Teams die Zustimmung schriftlich geben. Für B- und C-Juniorinnen in Junioren-Mannschaften verlangt die Jugendordnung ausdrücklich die Zustimmung der Erziehungsberechtigten.
- Termine am selben Tag prüfen. Verlasst euch bei Sichtungsterminen und Bewerbungsfristen auf die aktuelle Angabe des Vereins — die Formate unterscheiden sich, und veröffentlichte Termine ändern sich.
Weiterlesen
- Welche Voraussetzungen ein Nachwuchsleistungszentrum nennt und ab welchem Alter: NLZ-Voraussetzungen: Alter, Jahrgang und Wohnort
- Wie Kinder überhaupt in ein Leistungszentrum kommen — die drei Zugangsmuster: Wie kommt mein Kind ins Nachwuchsleistungszentrum?
- Nominierung, Landesverbände und Ablauf beim DFB-Stützpunkt: DFB-Stützpunkt: Sichtung, Alter und Unterschied zum NLZ
- Was nach der Einladung passiert — Ablauf der Aufnahme: NLZ-Aufnahme: Wie ein Leistungszentrum entscheidet
- Wie ihr ein Probetraining vorbereitet: NLZ-Probetraining: Was Eltern vorbereiten können
- Was ein Fördervertrag regelt und ab welchem Alter er zulässig ist: Fördervertrag im Fußball: Was Eltern vorher wissen sollten
- Alle Profile mit Belegen, auch zur Mädchenförderung: NLZ-Verzeichnis
Quellen
Quelle 1Einführungszeitpunkt und Zweck der DFB-Leistungs- und Talentförderzentren weiblich
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„Die DFB-Leistungs- und Talentförderzentren weiblich (LZw/TFZw) gibt es seit der Saison 2024/2025 und bilden den nächsten Meilenstein in der Weiterentwicklung der Professionalisierung im Frauen- und Mädchenfußball.“
Quelle 2Wer sich als Leistungs- oder Talentförderzentrum weiblich bewerben kann
Zitat anzeigen
„Alle Vereine der Google Pixel Frauen-Bundesliga, 2. Frauen-Bundesliga und den Regionalligen haben die Möglichkeit, sich als Leistungs- oder Talentförderzentrum weiblich zu bewerben.“
Quelle 3Die Anerkennung als LZw/TFZw wird jährlich neu geprüft
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„Um eine entsprechende Qualitätssicherung gewährleisten zu können, erfolgt die Zertifizierung jährlich.“
Quelle 4Umfang des DFB-Talentförderprogramms (Stützpunkte, geförderte Spielerinnen und Spieler)
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„339 Stützpunkte bilden in allen Regionen Deutschlands ein flächendeckendes Netz zum intensiven Sichten und Fördern etwa 14.000 talentierter Spieler*innen im besten Lernalter.“
Quelle 5Förderdauer im DFB-Stützpunkt, nach Geschlecht unterschieden
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„Junioren profitieren in der Regel bis zur U 15, Juniorinnen bis zur U 16 vom DFB-Stützpunkt-Training.“
Quelle 6Zahl der anerkannten DFB-Leistungs- oder Talentförderzentren weiblich (Stand der Meldung)
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„Damit steigt die Zahl der anerkannten DFB-Leistungs- oder Talentförderzentren weiblich auf elf.“
Quelle 7Saisonbindung der Zertifizierung — der Vorbehalt dieses Artikels
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„Fünf Vereine der Google Pixel Frauen-Bundesliga werden zum 1. Januar 2026 für die Saison 2025/2026 als DFB-Leistungs- oder Talentförderzentrum weiblich (LZw/TFZw) zertifiziert.“
Quelle 8Namentliche Zuordnung der elf Vereine zu den beiden Stufen
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„DFB-Leistungszentrum weiblich […] 1. FC Köln (NEU) […] 1. FC Union Berlin (NEU) […] Bayern München […] SC Freiburg […] SGS Essen […] TSG Hoffenheim […] DFB-Talentförderzentrum weiblich […] Bayer 04 Leverkusen (NEU) […] Hamburger SV (NEU) […] RB Leipzig (NEU) […] VfL Wolfsburg […] Eintracht Frankfurt“
Quelle 9Gemischte Mannschaften und Zustimmungserfordernis für B- und C-Juniorinnen
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„Es sind auch gemischte Mannschaften (Juniorinnen und Junioren) zulässig. B- und C-Juniorinnen dürfen nur mit Zustimmung der Erziehungsberechtigten in Junioren-Mannschaften spielen.“
Quelle 10Gemischte Staffeln im Bereich B-Junioren/B-Juniorinnen und jünger
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„Im Bereich der B-Junioren/B-Juniorinnen und jünger sind gemischte Staffeln (Jungen- und Mädchen-Mannschaften) zulässig.“
Quelle 11Altersklassenbezeichnung: B-Juniorinnen entsprechen der U16
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„B-Junioren/B-Juniorinnen (U 17/U 16)“
Quelle 12Spielberechtigung einzelner Juniorinnen für eine Junioren-Mannschaft der nächstniedrigeren Altersklasse
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„Die Landesverbände können auf Antrag des Vereins einzelnen Juniorinnen auch die Spielberechtigung für eine Junioren-Mannschaft der nächstniedrigeren Altersklasse erteilen.“
Quelle 13Einteilung einer ganzen Juniorinnen-Mannschaft in eine Juniorenstaffel
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„Auf Antrag eines betroffenen Vereins ist grundsätzlich eine Juniorinnen-Mannschaft in eine Juniorenstaffel der nächstniedrigeren Altersklasse einzuteilen.“
Quelle 14Grundsatz: kein Spielen von Juniorinnen in einer Frauen-Mannschaft
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„Junioren/Juniorinnen dürfen grundsätzlich nicht in einer Herren- bzw. Frauen-Mannschaft spielen.“
Quelle 15Ausnahme für den älteren B-Juniorinnen-Jahrgang (Spielerlaubnis für Frauen-Mannschaften)
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„B-Juniorinnen des älteren Jahrgangs kann der zuständige Mitgliedsverband eine Spielerlaubnis für alle Frauen-Mannschaften ihres Vereins erteilen.“
Quelle 16DFB-Zertifizierung des weiblichen Nachwuchsbereichs — 1. FC Union Berlin e.V. (Vereinsangabe)
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„Seit Januar 2026 zählt auch unser NLZ weiblich zu den vom DFB zertifizierten Leistungszentren Deutschlands.“
Quelle 17Getrennte Anmeldeformulare für Jungs und Mädchen beim 1. FC Union Berlin (Stand 18.10.2026)
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„JG 2018 | Frühjahrssichtung 2027 Jungs […] JG 2013 | Frühjahrssichtung 2027 Mädchen“
Quelle 18Förderauftrag für männliche und weibliche Talente — NLZ Emsland / SV Meppen e.V. 1912 (Vereinsangabe)
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„Das Nachwuchsleistungszentrum Emsland geht auf eine Initiative des Niedersächsischen Fußballkreisverbandes Emsland zurück und hat die gezielte Förderung männlicher und weiblicher Fußballtalente aus der Region Emsland zum Ziel.“
Quelle 19Bündelung von weiblichem und männlichem Nachwuchs in einer Akademie — 1. FC Köln 01/07 e. V. (Vereinsangabe)
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„alle Aktivitäten des 1. FC Köln in der ganzheitlichen und individuellen Förderung des weiblichen und männlichen Nachwuchses inklusive der Betreuung im Sportinternat“
Quelle 20Verhältnis von NLZ und Talentförderzentrum der Mädchen — Hamburger SV (Vereinsangabe)
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„Das NLZ und seine Mitarbeitenden sind Teil unserer Gesamtidee und stark vernetzt mit den Mitarbeitenden in den Profimannschaften der HSV-Männer und der HSV-Frauen sowie des Talentförderzentrums der Mädchen.“
Quelle 21Wiederkehrendes Sichtungsformat für Juniorinnen — Hamburger SV (Vereinsangabe, kein Termin)
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„Daher veranstalten wir im März/April unser jährliches Sichtungstraining.“
Quelle 22Ganzjähriger, terminunabhängiger Bewerbungsweg für Juniorinnen — Bayer 04 Leverkusen Fußball GmbH (Vereinsangabe)
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„Bewerbungen für ein Probetraining bei den weiblichen Nachwuchsmannschaften von Bayer 04 sind ganzjährig möglich.“
Quelle 23Eigenes Anmeldeformular für Juniorinnen im NLZ — FC Carl Zeiss Jena (Vereinsangabe)
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„Du möchtest Dich für ein Probetraining im Nachwuchsleistungszentrum des FC Carl Zeiss Jena anmelden?“
Quelle 24Juniorinnen-Team im Junioren-Spielbetrieb (Beispiel aus der Praxis) — FC Carl Zeiss Jena (Vereinsangabe)
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„Unsere U14 spielt in der Saison 2025/26 in der Talente-Liga Thüringen gegen U13- bzw. U12-Jungsteams.“
Quelle 25Eigene Zuordnung der Juniorinnen zum Leistungszentrum — 1. FC Magdeburg e. V. (Vereinsangabe)
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„NLZ – (w): 1. FC Magdeburg“
Quelle 26Relativer Alterseffekt in der deutschen Frauen-Bundesliga (Stichprobe und Befund)
Zitat anzeigen(Original, EN)
„The sample of 1,378 German first-league players revealed expected participation inequities within-year with relatively older players being over-represented and younger players being under-represented.“
Auf Deutsch: „Die Stichprobe von 1.378 deutschen Erstligaspielerinnen zeigte die erwarteten Teilnahme-Ungleichheiten innerhalb des Jahres: relativ ältere Spielerinnen waren überrepräsentiert, relativ jüngere unterrepräsentiert.“
Quelle 27Zweck der weiblichen Talentförderstruktur (DFB-Verantwortliche im O-Ton)
Zitat anzeigen
„Ganz grundsätzlich, um die weibliche Nachwuchsförderung zu professionalisieren.“
Quelle 28Einschätzung zur Entwicklung des Mädchen- und Frauenfußballs (Trainerin im O-Ton)
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„Die Entwicklung ist rasant und geht in die richtige Richtung.“
Quelle 29Anteil der Spielerinnen in oder mit abgeschlossener Ausbildung (Frauen-Bundesliga und 2. Frauen-Bundesliga)
Zitat anzeigen(Original, EN)
„90.6% of the players are pursuing or have already completed academic or vocational education.“
Auf Deutsch: „90,6 % der Spielerinnen absolvieren gerade eine schulisch-akademische oder berufliche Ausbildung oder haben sie bereits abgeschlossen.“
Quelle 30Von den Spielerinnen berichteter Einfluss des Fußballs auf Ausbildung oder Studium
Zitat anzeigen(Original, EN)
„81.8% of players report no impact or even a positive impact of soccer on their performance in academic or vocational education.“
Auf Deutsch: „81,8 % der Spielerinnen berichten von keinem oder sogar einem positiven Einfluss des Fußballs auf ihre Leistungen in Ausbildung oder Studium.“
Quelle 31Zuletzt ausgeschriebener Mädchen-Sichtungstag des Hamburger SV (Termin vergangen)
Zitat anzeigen
„Ambitionierte Nachwuchsfußballerinnen aus der Region haben bald wieder die Chance, sich beim Hamburger SV zu zeigen: Am Sonntag, 22. März 2026, finden die Sichtungstrainings auf der Paul Hauenschild Sportanlage in Norderstedt statt.“
Quelle 32Sichtungstraining für Juniorinnen beim 1. FC Union Berlin am 17.10.2026 (Termin vergangen)
Zitat anzeigen
„Am Samstag, dem 17.10.2026, veranstaltet der 1. FC Union Berlin ein Sichtungstraining für alle talentierten und fußballbegeisterten Juniorinnen der Jahrgänge 2013 bis 2017 im Trainingszentrum Oberspree.“
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