Warum Kinder aufhören: Was Studien zum Ausstieg zeigen
Warum hören Kinder und Jugendliche mit dem Fußball auf, auch solche, die als Talent gelten? Dieser Text stellt zusammen, was Studien aus Schweden und den Niederlanden und eine Übersichtsarbeit zu den Gründen zeigen, jeweils mit Land, Gruppe und Jahr. Eine Prognose für euer Kind ist das nicht.

Inhalt
Warum hört ein Kind auf, das so gut war? Diese Frage stellen sich Eltern oft erst, wenn es so weit ist, oder wenn sie es bei Mitspielern ihres Kindes erleben. Dieser Text sammelt, was Studien über die Gründe sagen, und ordnet ein, für wen sie gelten.
Er ist kein Begleiter für den akuten Fall. Wenn euer Kind gerade sagt, dass es nicht mehr will, steht in Wenn euer Kind nicht mehr Fußball spielen will, wie ihr zuhört, mit dem Verein sprecht und welche Wege es gibt. Woran ihr Überlastung erkennt, steht in Druck im Jugendfußball erkennen und gegensteuern. Hier geht es um die Datenlage dahinter.
Was die Daten hergeben – und wo sie aufhören
Eine Studie dazu, warum Kinder und Jugendliche in deutschen Nachwuchsleistungszentren von sich aus aufhören, haben wir in den von uns geprüften Quellen nicht gefunden (Stand 23.10.2026). Davon zu trennen ist, wie stark die Kader im Leistungszentrum wechseln, auch weil Vereine Spieler nicht weiter einplanen. Zahlen zum Kaderaustausch stehen in Wenn euer Kind nicht mehr Fußball spielen will, zu den Chancen auf eine Profilaufbahn unter Chancen realistisch einordnen.
Was es gibt, sind Studien aus anderen Ländern und aus anderen Bereichen des Fußballs:
- eine Befragung aus Schweden unter Spielerinnen und Spielern, die mit 15 Jahren für ein landesweites Auswahlprogramm des Verbands ausgewählt worden waren (veröffentlicht 2025),
- eine Übersichtsarbeit über 16 Studien zum Ausstieg aus Mannschaftssportarten im Jugendalter (2022),
- eine Langzeitstudie aus den Niederlanden mit Vereinsspielerinnen und -spielern zwischen 16 und 21 Jahren (veröffentlicht 2022),
- ein Interview mit einem deutschen Sportwissenschaftler zum Ausstieg im Breitenfußball (2020).
Jede beschreibt eine andere Gruppe. Wir nennen deshalb bei jeder Zahl, für wen sie gilt. Keine davon sagt voraus, ob oder warum euer Kind aufhört.
Ausgewählte Talente in Schweden: drei Ebenen von Gründen
Peter Brusvik und Tor Söderström haben in einer im November 2025 veröffentlichten Studie untersucht, warum Spielerinnen und Spieler aufhören, die früh als Talent ausgewählt wurden. Die Gruppe: Der schwedische Fußballverband führt jedes Jahr über seine Distrikte ein Förderprogramm neben dem Verein durch, das als Unterbau der U15-Nationalmannschaften dient. In Sichtungscamps wählen Trainerinnen und Trainer laut Studie je Distrikt 16 Mädchen und 16 Jungen aus, die sie für die talentiertesten halten. Ein Nachwuchsleistungszentrum wie in Deutschland ist das nicht. Vergleichbar ist eher die Lage von Kindern, die früh ausgewählt und zusätzlich gefördert werden.
Angeschrieben wurden per Post alle 8.000 Spielerinnen und Spieler, die zwischen 2001 und 2011 im Programm waren, geboren zwischen 1986 und 1996. Geantwortet haben 1.026, das entspricht 10,0 Prozent der Männer und 15,5 Prozent der Frauen. Sie waren beim Ausfüllen zwischen 22 und 32 Jahre alt und haben also im Rückblick geantwortet. Von ihnen hatten 686 mit dem Vereinsfußball aufgehört: 74 Prozent der Frauen und 56 Prozent der Männer, die antworteten. Wie viele der 8.000 insgesamt aufgehört haben, lässt sich daraus nicht hochrechnen, weil nur ein kleiner Teil geantwortet hat.
Ausgewertet haben die Autoren die Antworten derer, die zwischen 15 und 23 Jahren aufgehört hatten: 533 Antworten, 363 von Frauen und 170 von Männern. Sie sollten in eigenen Worten beschreiben, warum sie mit dem Vereinsfußball aufgehört hatten. Die Forscher ordneten die Gründe drei Ebenen zu:
- strukturelle Gründe: etwa fehlende Zeit, eine Verletzung, Krankheit oder die Notwendigkeit, Geld zu verdienen,
- zwischenmenschliche Gründe: etwa eine andere Sportart, andere Interessen, die Mannschaftskultur, Auswahlentscheidungen oder Druck von außen,
- persönliche Gründe: etwa fehlender Spaß oder fehlende Motivation, das Gefühl, nicht gut genug zu sein, oder Druck, den man sich selbst macht.
Am häufigsten waren strukturelle Gründe mit 49 Prozent aller genannten Gründe, danach zwischenmenschliche mit 33 und persönliche mit 18 Prozent. Weil viele mehrere Gründe nannten, sind das Anteile an den Gründen, nicht an den Personen. Das Alter macht dabei einen Unterschied: Bei denen, die zwischen 15 und 19 Jahren aufhörten, waren strukturelle (42 Prozent) und zwischenmenschliche Gründe (41 Prozent) etwa gleich häufig. Erst zwischen 20 und 23 Jahren überwogen strukturelle Gründe deutlich (57 Prozent).
| Kategorie | Wert |
|---|---|
| Strukturell (z. B. Zeit, Verletzung) | 49 % |
| Zwischenmenschlich (z. B. andere Sportart, Mannschaft) | 33 % |
| Persönlich (z. B. fehlender Spaß) | 18 % |
Wichtig für das Lesen dieser Zahlen: Den einen Grund gab es in den meisten Antworten nicht. Die Autoren schreiben, die Gründe seien meist zahlreich und miteinander verknüpft gewesen. Einen Hauptgrund konnten sie nur bei denen ausmachen, die allein eine schwere Verletzung nannten.
Zeit und Verletzungen: die häufigsten Einzelgründe
Am häufigsten genannt wurden fehlende Zeit (in den Antworten von 195 Spielerinnen und Spielern), eine Verletzung (180) und fehlender Spaß oder fehlende Motivation (100).
195
nannten fehlende Zeit
180
nannten eine Verletzung
100
nannten fehlenden Spaß oder fehlende Motivation
Fehlende Zeit hieß in den Antworten, dass der Fußball anderen Dingen im Weg stand, die die Befragten tun wollten, oder dass wegen Studium oder Arbeit die Zeit für Training und Spiele fehlte. Zwischen 15 und 19 Jahren machte sie bei den Frauen 17 Prozent und bei den Männern 14 Prozent der genannten Gründe aus, zwischen 20 und 23 Jahren 32 und 22 Prozent.
Bei den Frauen sehen die Autoren eine Verschiebung: Zwischen 15 und 19 Jahren beendeten eher Verletzungen die Laufbahn, danach rückten fehlende Zeit und der Blick auf Ausbildung und Beruf nach vorn. Bei den Männern wurden mit dem Alter Verletzungen, Studium und Arbeit wichtiger, aber weniger deutlich. Bei den drei Ebenen insgesamt fanden die Autoren keinen statistisch bedeutsamen Unterschied zwischen Frauen und Männern.
Verletzungen scheinen in dieser Gruppe ein häufigerer Grund gewesen zu sein als in früheren Studien. Die Autoren halten es für die wahrscheinlichste Erklärung, dass die Auswahl mit 15 Jahren zu mehr Training und mehr Spielen in verschiedenen Mannschaften führt. Ob ausgewählte Spielerinnen und Spieler tatsächlich häufiger verletzt sind, sollen nach ihren Worten weitere Studien klären. Ihre Empfehlung: Leitlinien zur Belastung und zur Zahl der Trainingseinheiten und Spiele, in der Talentförderung und in der Trainerausbildung.
Was Leistungszentren zur Betreuung bei einer längeren Verletzung schreiben, steht in Verletzt im NLZ: Was Eltern organisieren können. Zu Schule, Ausbildung und Studium neben dem Fußball: Schule, Ausbildung, Studium: Was aus Spielern wird.
Zwischen den Mannschaften: wenn das Zuhause fehlt
Unter den zwischenmenschlichen Gründen stand eine andere Sportart vorn. Bei den Männern zwischen 15 und 19 Jahren war sie mit 18 Prozent der häufigste Grund überhaupt, bei den Frauen dieses Alters mit 13 Prozent der dritthäufigste. Die Autoren führen das vor allem darauf zurück, dass in Schweden mit 16 Jahren die Aufnahme in sportbetonte Programme der Oberstufe ansteht. Viele der ausgewählten Jugendlichen waren in mehreren Sportarten erfolgreich und mussten sich dann für eine entscheiden.
Aufschlussreich ist, was hinter der Mannschaftskultur steckte, die 9 Prozent der Gründe ausmachte. Gemeint waren in dieser Gruppe vor allem nicht schlechte Beziehungen oder Ärger mit dem Trainer. Die Spielerinnen und Spieler wurden wegen ihres Könnens zwischen mehreren Mannschaften hin- und hergeschoben und fühlten sich nirgends zu Hause. Bei den Frauen zwischen 15 und 19 Jahren war das mit 11 Prozent häufiger als bei den Männern (5 Prozent).
Auswahlentscheidungen, etwa nicht in eine Mannschaft aufzurücken, nannten Männer zwischen 15 und 19 Jahren häufiger als Frauen (9 gegen 3 Prozent). Druck von außen, durch Mannschaft, Trainer oder andere, war dagegen in keiner Gruppe ein häufiger Grund (3 Prozent aller Gründe, bei Frauen etwas häufiger).
Fehlender Spaß: selten allein, oft am Ende
Fehlender Spaß oder fehlende Motivation machte 11 Prozent der Gründe aus und war damit bei Frauen wie Männern der häufigste persönliche Grund. Meist beschrieben die Befragten ihn zusammen mit anderen Gründen, etwa Auswahlentscheidungen oder der Mannschaftskultur. Manche verbanden ihn auch mit der Menge: mit älteren Mannschaften, Auswahl und Schulprogramm zugleich. Eine Spielerin schrieb knapp: „It wasn't fun anymore. It was too much“ (auf Deutsch: „Es hat keinen Spaß mehr gemacht. Es war zu viel“).
Die Autoren folgern, dass fehlender Spaß typischerweise nicht plötzlich auftritt, sondern aus mehreren Dingen entsteht. Als Beispiel nennen sie das Spielen in mehreren Mannschaften, das nach und nach das Gefühl der Zugehörigkeit und damit den Spaß mindert. Ein „Ich habe keine Lust mehr“ kann also am Ende einer Kette stehen. Wie ihr nach den Situationen dahinter fragt, steht in Wenn euer Kind nicht mehr Fußball spielen will.
Das Gefühl, nicht gut genug zu sein, spielte in dieser Gruppe eine kleine Rolle: 4 Prozent der Gründe, bei den Frauen 2 und 3 Prozent, bei den Männern 6 Prozent (15 bis 19 Jahre) und 8 Prozent (20 bis 23 Jahre). Die Autoren erklären das damit, dass die Befragten mit 15 als Talente ausgewählt worden waren. Bei Männern zwischen 20 und 23 Jahren wurde das Gefühl, für die Spitze nicht zu reichen, nach ihrer Beobachtung häufiger.
Die Grenzen dieser Studie
- Schweden, nicht Deutschland: ein Auswahlprogramm des Verbands mit 15 Jahren, kein Leistungszentrum eines Profivereins.
- Alte Jahrgänge: Die Befragten waren zwischen 2001 und 2011 im Programm. Wie es heute aussieht, sagt die Studie nicht.
- Geringer Rücklauf: Nur 10,0 Prozent der Männer und 15,5 Prozent der Frauen antworteten.
- Rückblick: Die Autoren nennen selbst die Gefahr von Erinnerungsfehlern.
- Einordnung: Die Gründe wurden aus freien Texten eingeordnet, zum großen Teil von einem einzelnen Forscher.
- Was gezählt wurde: das Aufhören mit dem Vereinsfußball, nicht das Ende jeder sportlichen Betätigung.
Was Studien über Vorzeichen sagen
Die schwedische Studie fragt im Rückblick. Andere Studien messen vorher und schauen später nach, wer noch spielt. Solche Studien haben Forschende um Jenny Back von der Universität Halmstad 2022 zusammengefasst. Sie fanden 16 Studien zum Ausstieg aus Mannschaftssportarten im Jugendalter mit zusammen 6.304 Spielerinnen und Spielern, 12 davon gingen in die Meta-Analyse ein. Neun Studien betrafen Fußball, andere Handball, Basketball oder Eishockey. Gespielt wurde auf unterschiedlichen Niveaus, vom Spitzensport bis zu lokalen Ligen. Eine eigene Aussage über Leistungszentren treffen die Autoren nicht.
Ihr Ergebnis: Am stärksten hingen Motivation und Sporterfahrung mit dem späteren Ausstieg zusammen. Den größten Unterschied fanden die Autoren in der Meta-Analyse bei Absicht und Einstellung: Wer weitermachte, hatte schon vorher eher vor, dabeizubleiben, und sah den Sport positiver. Mehr Erfahrung im Sport ging ebenfalls mit dem Bleiben einher. Kleiner, aber erkennbar waren die Zusammenhänge mit dem eigenen Antrieb, mit erfüllten Bedürfnissen nach Selbstbestimmung, Können und Zugehörigkeit und mit der Unterstützung durch Trainer, Eltern und Mitspieler. Wer blieb, war außerdem schneller und dribbelte besser; auch das ist ein kleiner Zusammenhang, der laut den Autoren auch daran liegen kann, dass im Wettkampfsport Spieler mit weiter entwickelten Fertigkeiten bevorzugt ausgewählt werden. Körpermaße hingen nicht statistisch bedeutsam mit dem Ausstieg zusammen.
Kernaussage: In einer Übersicht über 16 Studien zum Ausstieg aus Mannschaftssportarten im Jugendalter hingen Motivation und Sporterfahrung am stärksten mit dem späteren Ausstieg zusammen. Das sind Zusammenhänge, keine Ursachen.
Die Autoren empfehlen Organisationen, Mannschaften, Trainern und Eltern, ein Klima zu schaffen, das diese Grundbedürfnisse stützt. Auch hier gibt es Grenzen: Bei allen Studien sahen sie in mindestens einem Bereich ein hohes Risiko für Verzerrungen, 14 Studien stützten sich auf Selbstauskünfte, und für manche Faktoren gab es nur wenige Daten. Die Übersicht zeigt Zusammenhänge, keine Ursachen.
In dieselbe Richtung weist eine Studie aus den Niederlanden von Nico Van Yperen, Laura Jonker und Jan Verbeek, veröffentlicht im Januar 2022. Im Auftrag des niederländischen Fußballverbands und der Universität Groningen wurden alle 41.870 registrierten Spielerinnen und Spieler zwischen 16 und 21 Jahren angeschrieben; die Befragung lief im April 2017. Ausgewertet wurden 1.762 Antworten, das Durchschnittsalter lag bei 17,74 Jahren. Nach vier Jahren prüften die Forschenden, wer noch Vereinsmitglied war. Wichtigster Vorhersagewert für den Ausstieg war der Spaß am Fußball, kurz- wie langfristig. Wer ausstieg, sah außerdem häufiger andere Sportarten als Alternative, hatte seltener Familienmitglieder im Verein und hatte später mit dem Vereinsfußball begonnen.
Wie häufig der Ausstieg in diesem Alter ist, zeigt eine Vergleichszahl der Autoren: Laut den Daten des Verbands hatten nach vier Jahren 55,9 Prozent den organisierten Fußball verlassen, also ihre Mitgliedschaft im Verband beendet; schon in der Einleitung nennen die Autoren für diese Altersgruppe mehr als die Hälfte in vier Jahren. In der Stichprobe waren es nur 27,3 Prozent, Aussteiger hatten also seltener geantwortet. Ausgewertet wurden ohnehin nur rund 4 Prozent der Angeschriebenen. Das ist Vereinsfußball in den Niederlanden, nicht nach Leistungsniveau getrennt, und kein Leistungszentrum.
Breitenfußball in Deutschland: eine andere Lage
Für Deutschland hat Torsten Schlesinger, laut Interview Leiter des Lehr- und Forschungsbereichs Sportmanagement an der Ruhr-Universität Bochum, die Lage im März 2020 in einem Interview mit FUSSBALL.DE eingeordnet. Er nannte die Zahl der Mannschaften bei den A- und B-Junioren: 2010 noch 18.000 im geregelten Spielbetrieb, 2018 nur noch 15.000. Zu den Leistungszentren sagte er: „Aber das Drop-out-Problem entsteht meist erst nach der C-Jugend. In diesem Alter sind die talentiertesten Spieler oft schon in den Nachwuchsleistungszentren der Profiklubs angekommen. Das große Problem liegt eher auf breitensportlicher Ebene.“ Das ist eine Einschätzung im Interview, keine Studie, und sie ist von 2020. Zahlen zu Leistungszentren nennt er nicht. Dass auch früh ausgewählte Talente häufig aufhören, zeigt die schwedische Studie.
Auch er betont: „Es gibt nicht den einen entscheidenden Faktor.“ Und nicht jedes Aufhören ist ein Abschied vom Fußball. Aus der Arbeit einer Doktorandin beschreibt er unterschiedliche Verläufe, darunter Jugendliche, die nur den Verein verlassen und sich einem anderen anschließen, und solche, die nach einer Pause bei einem anderen Verein weiterspielen.
Was das für euch heißt
Aus diesen Studien lässt sich keine Vorhersage für euer Kind ableiten. Drei Beobachtungen ziehen sich aber durch:
- Selten ein einzelner Grund. Mehrere Dinge kommen zusammen, und fehlender Spaß steht oft am Ende einer Entwicklung.
- Zeit und Körper zählen. Bei ausgewählten Talenten in Schweden wurden fehlende Zeit und Verletzungen häufiger genannt als fehlender Spaß, und mit dem Alter rückten Ausbildung, Studium und Beruf nach vorn.
- Freude und Rückhalt gehen mit dem Bleiben einher. Wer weitermacht, hat im Schnitt mehr Spaß, mehr eigenen Antrieb und mehr Unterstützung, auch durch die Eltern. Die Zusammenhänge sind klein, und es sind Zusammenhänge, keine Rezepte.
Aufhören muss nicht endgültig sein. Manche Jugendliche wechseln nur den Verein oder spielen nach einer Pause anderswo weiter. Wie ihr eine solche Entscheidung gemeinsam abwägt, steht in Wenn euer Kind nicht mehr Fußball spielen will.
Was ihr jetzt tun könnt
- Fragt nicht nur, ob es noch Spaß macht, sondern auch nach Zeit, Schule, Körper und Mannschaft. In den Studien kamen meist mehrere Dinge zusammen.
- Behaltet die Belastung im Blick, wenn euer Kind in mehreren Mannschaften oder zusätzlich in einer Auswahl spielt. Fragt im Verein, wer den Überblick über Training und Spiele hat.
- Nehmt wiederkehrende Schmerzen und Verletzungen ernst und lasst sie ärztlich abklären.
- Sprecht früh über Schule, Ausbildung und Studium neben dem Fußball, damit fehlende Zeit nicht erst am Ende zum Thema wird.
- Fragt euer Kind, ob es sich in seiner Mannschaft zu Hause fühlt, gerade nach einem Wechsel in eine ältere oder neue Gruppe.
- Wenn euer Kind aufhören will: Nehmt es ernst und lest weiter in Wenn euer Kind nicht mehr Fußball spielen will.
Weiterlesen
- Wenn euer Kind nicht mehr Fußball spielen will: Wenn euer Kind nicht mehr Fußball spielen will
- Warnzeichen, Belastung und das Trainergespräch: Druck im Jugendfußball erkennen und gegensteuern
- Länger verletzt im Leistungszentrum: Verletzt im NLZ: Was Eltern organisieren können
- Schule, Ausbildung und Studium neben dem Fußball: Schule, Ausbildung, Studium: Was aus Spielern wird
- Wenn der Verein entscheidet und nicht euer Kind: Aus dem NLZ aussortiert: die ersten Wochen danach
- Wie viele Kinder aus dem Leistungszentrum Profi werden: Chancen realistisch einordnen
Quellen
Quelle 1Gegenstand der Studie: ausgewählte Spielerinnen und Spieler eines landesweiten Talentprogramms, Ausstieg zwischen 15 und 23 (Brusvik/Söderström 2025)
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„This study examines the reasons why female and male players, selected to a nationwide youth football talent programme (regional youth teams), dropped out of football between 15–23 years of age.“
Auf Deutsch: „Diese Studie untersucht die Gründe, aus denen Spielerinnen und Spieler, die für ein landesweites Talentprogramm im Jugendfußball (regionale Auswahlmannschaften) ausgewählt worden waren, zwischen 15 und 23 Jahren mit dem Fußball aufgehört haben.“
Quelle 2Das Programm: Auswahl des schwedischen Verbands neben dem Verein, Unterbau der U15-Nationalteams
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„The nationwide program is an extracurricular development program conducted each year by the Swedish Football Association (SvFF) through football districts. It works as the recruiting base for the national U15 teams.“
Auf Deutsch: „Das landesweite Programm ist ein zusätzliches Förderprogramm, das der Schwedische Fußballverband (SvFF) jedes Jahr über die Fußballdistrikte durchführt. Es dient als Rekrutierungsbasis für die U15-Nationalmannschaften.“
Quelle 3Auswahl je Distrikt: 16 Mädchen und 16 Jungen mit 15 Jahren
Zitat anzeigen (Original, EN)
„During these camps, coaches gradually select 16 girls and 16 boys they believe are most talented and have the potential to develop into elite football players at 15 years of age for the district team.“
Auf Deutsch: „In diesen Camps wählen Trainerinnen und Trainer nach und nach 16 Mädchen und 16 Jungen, die sie für die talentiertesten halten und denen sie eine Entwicklung zu Spitzenspielerinnen und -spielern zutrauen, mit 15 Jahren für die Distriktmannschaft aus.“
Quelle 4Befragt: alle 8.000 Teilnehmenden der Jahre 2001 bis 2011 (Jahrgänge 1986 bis 1996)
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„This study uses retrospective data from a questionnaire that was sent by post to all 8,000 players who participated in the SvFF nationwide talent development program between 2001 and 2011 (players born between 1986 and 1996).“
Auf Deutsch: „Diese Studie nutzt rückblickende Daten aus einem Fragebogen, der per Post an alle 8.000 Spielerinnen und Spieler ging, die zwischen 2001 und 2011 am landesweiten Talentförderprogramm des SvFF teilgenommen hatten (geboren zwischen 1986 und 1996).“
Quelle 5Rücklauf: 1.026 Antworten, 10,0 Prozent der Männer und 15,5 Prozent der Frauen
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„After one reminder, 396 men (39.6%) and 630 women (63.1%) answered the survey (N = 1,026), which corresponds to a response rate of 10.0% for men and 15.5% for woman.“
Auf Deutsch: „Nach einer Erinnerung beantworteten 396 Männer (39,6 %) und 630 Frauen (63,1 %) die Befragung (N = 1.026); das entspricht einer Rücklaufquote von 10,0 % bei den Männern und 15,5 % bei den Frauen.“
Quelle 6Alter der Befragten beim Ausfüllen: 22 bis 32 Jahre
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„The respondents answering the survey were between 22 and 32 years of age when the data were collected.“
Auf Deutsch: „Die Antwortenden waren zum Zeitpunkt der Datenerhebung zwischen 22 und 32 Jahre alt.“
Quelle 7686 der Antwortenden hatten mit dem Vereinsfußball aufgehört: 74 Prozent der Frauen, 56 Prozent der Männer
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„Of the 1,026 players who responded to the questionnaire, 686 had dropped out of organized football, with a 74% dropout rate among women (N = 465) and 56% among men (N = 221).“
Auf Deutsch: „Von den 1.026 Spielerinnen und Spielern, die den Fragebogen beantworteten, hatten 686 mit dem organisierten Fußball aufgehört; die Ausstiegsquote lag bei 74 % unter den Frauen (N = 465) und 56 % unter den Männern (N = 221).“
Quelle 8Ausgewertet: Antworten von 363 Frauen und 170 Männern auf eine offene Frage
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„The study builds on the answers provided by 363 women and 170 men to an open-ended question on a questionnaire: “Can you describe in your own words why you stopped playing club football?”“
Auf Deutsch: „Die Studie stützt sich auf die Antworten von 363 Frauen und 170 Männern auf eine offene Frage in einem Fragebogen: „Kannst du in eigenen Worten beschreiben, warum du mit dem Vereinsfußball aufgehört hast?““
Quelle 9Strukturelle Gründe 49 Prozent, zwischenmenschliche 33 Prozent, persönliche 18 Prozent aller genannten Gründe
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„Table 3 shows that structural reasons (49%) (e.g., injury) for dropping out were the most common, followed by interpersonal (33%) (e.g., other sports) and intrapersonal reasons (18%) (e.g., lack of enjoyment).“
Auf Deutsch: „Tabelle 3 zeigt, dass strukturelle Gründe (49 %) (z. B. Verletzung) für den Ausstieg am häufigsten waren, gefolgt von zwischenmenschlichen (33 %) (z. B. andere Sportarten) und persönlichen Gründen (18 %) (z. B. fehlender Spaß).“
Quelle 10Häufigste Einzelgründe: fehlende Zeit (195), Verletzung (180), fehlender Spaß (100)
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„Table 2 also shows that the subdimensions mentioned most often were lack of time (n = 195), injury (n = 180), and lack of enjoyment (n = 100).“
Auf Deutsch: „Tabelle 2 zeigt außerdem, dass die am häufigsten genannten Unterkategorien fehlende Zeit (n = 195), Verletzung (n = 180) und fehlender Spaß (n = 100) waren.“
Quelle 11Meist mehrere, verknüpfte Gründe; ein Hauptgrund nur bei schwerer Verletzung erkennbar
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„The narratives of the players reveal that the reasons for dropping out in most cases were numerous and interrelated with each other; in other words, it was not possible to interpret one main reason leading to dropout based on these data, except for those individuals who only reported a serious injury that ended continuation.“
Auf Deutsch: „Die Schilderungen der Spielerinnen und Spieler zeigen, dass die Gründe für den Ausstieg in den meisten Fällen zahlreich und miteinander verknüpft waren; anders gesagt, ließ sich aus diesen Daten kein einzelner Hauptgrund für den Ausstieg herauslesen, außer bei denjenigen, die nur eine schwere Verletzung nannten, die das Weitermachen beendete.“
Quelle 12Kein statistisch bedeutsamer Unterschied zwischen Frauen und Männern bei den drei Ebenen
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„Table 3 shows that, although there were minor differences between genders regarding constraint dimensions, there were no significant differences in dropout dimensions between genders, overall, or by age group (p > 0.05).“
Auf Deutsch: „Tabelle 3 zeigt, dass es zwar kleine Unterschiede zwischen den Geschlechtern bei den Ebenen gab, aber keine signifikanten Unterschiede in den Ausstiegsebenen zwischen den Geschlechtern, weder insgesamt noch nach Altersgruppe (p > 0,05).“
Quelle 13Fehlende Zeit: 15 bis 19 Jahre 17 Prozent (Frauen) und 14 Prozent (Männer), 20 bis 23 Jahre 32 und 22 Prozent
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„Lack of time, while common already at the age range of 15–19 years (women 17% and men 14%), is mentioned more often as a reason for dropout at the age range of 20–23 years and especially among women (women 32% and men 22%).“
Auf Deutsch: „Fehlende Zeit ist schon zwischen 15 und 19 Jahren häufig (Frauen 17 %, Männer 14 %), wird aber zwischen 20 und 23 Jahren öfter als Ausstiegsgrund genannt, besonders von Frauen (Frauen 32 %, Männer 22 %).“
Quelle 14Verschiebung mit dem Alter: bei Frauen von Verletzungen zu fehlender Zeit, Ausbildung und Beruf; bei Männern weniger deutlich
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„For women, there is a gradual shift from injuries causing the end of a football career in the age group 15–19 years to a perceived lack of time and an increased focus on education and working career. Among men, with an increase in age, injuries, studies, and work become the main reasons for dropping out of football, although not as clearly as among women.“
Auf Deutsch: „Bei Frauen gibt es eine allmähliche Verschiebung: In der Altersgruppe 15 bis 19 Jahre beenden Verletzungen die Fußballlaufbahn, danach stehen empfundener Zeitmangel und ein stärkerer Fokus auf Ausbildung und Beruf im Vordergrund. Bei Männern werden mit zunehmendem Alter Verletzungen, Studium und Arbeit zu den Hauptgründen für den Ausstieg, allerdings nicht so deutlich wie bei Frauen.“
Quelle 15Erklärung der Autoren für die vielen Verletzungen: mehr Training und Spiele nach der Auswahl; weitere Studien nötig
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„The injury rate in this study appears to be higher and a more significant reason for dropping out than what previous studies noted [e.g., (4, 12), Schlesinger et al. (11)]. It is most likely a consequence of the fact that being selected as a talent and included in the district squad at the age of 15 years leads to more training and matches with different teams“
Auf Deutsch: „Die Verletzungsrate scheint in dieser Studie höher und als Ausstiegsgrund bedeutsamer zu sein, als frühere Studien festgestellt haben [z. B. (4, 12), Schlesinger u. a. (11)]. Das ist höchstwahrscheinlich eine Folge davon, dass die Auswahl als Talent und die Aufnahme in den Distriktkader mit 15 Jahren zu mehr Training und mehr Spielen mit verschiedenen Mannschaften führt“
Quelle 16Empfehlung der Autoren: Leitlinien zu Belastung, Trainingseinheiten und Spielen
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„The injury rate among these players is high, and general guidelines for talent development and within coach education—regarding the workload and number of training sessions and matches for players—need to be developed to reduce the risk of injury to talented players, or feelings of not belonging, causing them to quit football.“
Auf Deutsch: „Die Verletzungsrate unter diesen Spielerinnen und Spielern ist hoch, und es müssen allgemeine Leitlinien für die Talentförderung und in der Trainerausbildung entwickelt werden – zur Belastung und zur Zahl der Trainingseinheiten und Spiele –, um das Verletzungsrisiko talentierter Spielerinnen und Spieler oder das Gefühl, nicht dazuzugehören, zu verringern, die sie zum Aufhören bringen.“
Quelle 17Andere Sportart: häufigster Grund bei Männern (18 Prozent), dritthäufigster bei Frauen (13 Prozent) zwischen 15 und 19
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„Choosing other sports is the most common dropout reason for men (18%) and the third most common reason for women (13%) aged 15–19 years.“
Auf Deutsch: „Die Wahl einer anderen Sportart ist bei Männern (18 %) der häufigste und bei Frauen (13 %) der dritthäufigste Ausstiegsgrund im Alter von 15 bis 19 Jahren.“
Quelle 18Erklärung: Aufnahme in sportbetonte Oberstufenprogramme ab 16, Wahl einer einzigen Sportart
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„This is most likely based on their admission to upper secondary school sport programs, which takes place once the players turn 16 years of age. The narratives show that these selected players often have early success across several sports; however, the selection mechanisms for elite sports force them to choose one sport (36).“
Auf Deutsch: „Das hängt höchstwahrscheinlich mit ihrer Aufnahme in Sportprogramme der gymnasialen Oberstufe zusammen, die erfolgt, wenn die Spielerinnen und Spieler 16 Jahre alt werden. Die Schilderungen zeigen, dass diese ausgewählten Spielerinnen und Spieler oft früh in mehreren Sportarten erfolgreich sind; die Auswahlmechanismen des Spitzensports zwingen sie aber, sich für eine Sportart zu entscheiden (36).“
Quelle 19Mannschaftskultur: Wechsel zwischen mehreren Teams, sich nirgends zu Hause fühlen; Frauen 11, Männer 5 Prozent (15 bis 19)
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„Team culture is a somewhat more common reason for dropping out among women (11%) than men aged 15–19 years (5%) (11, 16), but equally common at the age range of 20–23 years. However, team culture for this cohort of players is not primarily about poor relationships and negative coaching experiences in a team, as highlighted by other research, but a consequence of their football skills, resulting in them being moved between several teams and not feeling at home anywhere.“
Auf Deutsch: „Die Mannschaftskultur ist bei Frauen (11 %) ein etwas häufigerer Ausstiegsgrund als bei Männern im Alter von 15 bis 19 Jahren (5 %) (11, 16), zwischen 20 und 23 Jahren aber gleich häufig. Allerdings geht es bei der Mannschaftskultur in dieser Gruppe nicht in erster Linie um schlechte Beziehungen und negative Erfahrungen mit Trainern in einem Team, wie andere Forschung sie hervorhebt, sondern um eine Folge ihres fußballerischen Könnens: Sie wurden zwischen mehreren Mannschaften hin- und hergeschoben und fühlten sich nirgends zu Hause.“
Quelle 20Auswahlentscheidungen: bei Männern zwischen 15 und 19 häufiger (9 gegen 3 Prozent)
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„The reason of boundaries/selections is more common among men than women, especially at the age range of 15–19 years (9% vs. 3%) and relates to the subjective values of coaches and sports groups selecting players for a team, namely, when individuals are not promoted or selected for teams and squads“
Auf Deutsch: „Der Grund Grenzen/Auswahl ist bei Männern häufiger als bei Frauen, vor allem zwischen 15 und 19 Jahren (9 % gegenüber 3 %), und bezieht sich auf die subjektiven Wertungen von Trainern und Sportgruppen, die Spieler für ein Team auswählen, also darauf, dass Einzelne nicht befördert oder nicht für Mannschaften und Kader ausgewählt werden“
Quelle 21Druck von außen: in keiner Gruppe ein häufiger Grund (3 Prozent)
Zitat anzeigen (Original, EN)
„The dropout reason related to the stress associated with extrinsic pressures from the team, coaches, or others—which previous research highlighted (11, 12, 37)—is not a common reason in this study, regardless of age or gender (3%), but is somewhat more common among women.“
Auf Deutsch: „Der Ausstiegsgrund, der mit Belastung durch äußeren Druck von Mannschaft, Trainern oder anderen zusammenhängt – den frühere Forschung hervorgehoben hat (11, 12, 37) –, ist in dieser Studie unabhängig von Alter und Geschlecht kein häufiger Grund (3 %), bei Frauen aber etwas häufiger.“
Quelle 22Fehlender Spaß oder fehlende Motivation: 11 Prozent, häufigster persönlicher Grund
Zitat anzeigen (Original, EN)
„However, lack of enjoyment/motivation (11%) is the most common intrapersonal reason to drop out for both women (12% and 10%) and men (11% and 12%), and the third most common subdimension among all players in this study.“
Auf Deutsch: „Fehlender Spaß bzw. fehlende Motivation (11 %) ist jedoch bei Frauen (12 % und 10 %) wie bei Männern (11 % und 12 %) der häufigste persönliche Ausstiegsgrund und unter allen Spielerinnen und Spielern dieser Studie die dritthäufigste Unterkategorie.“
Quelle 23Fehlender Spaß entsteht selten plötzlich, sondern aus mehreren Faktoren
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„For instance, lack of enjoyment typically does not occur suddenly; it arises due to a combination of factors. For example, playing in several teams affects, as the findings have shown, the sense of relatedness that gradually diminishes the sense of fun“
Auf Deutsch: „So tritt fehlender Spaß typischerweise nicht plötzlich auf; er entsteht aus einer Kombination von Faktoren. Zum Beispiel beeinträchtigt das Spielen in mehreren Mannschaften, wie die Ergebnisse gezeigt haben, das Gefühl der Zugehörigkeit, was den Spaß nach und nach mindert“
Quelle 24Fehlender Spaß wirkt meist mit anderen Gründen zusammen, etwa Auswahl und Mannschaftskultur; Zitat einer Spielerin
Zitat anzeigen (Original, EN)
„or, as most commonly described, a factor that interacts with other factors (e.g., boundaries and team culture), all contributing to football no longer being meaningful“
Auf Deutsch: „oder, wie meist beschrieben, ein Faktor, der mit anderen Faktoren zusammenwirkt (z. B. Grenzen/Auswahl und Mannschaftskultur), die alle dazu beitragen, dass der Fußball keinen Sinn mehr hat“
Quelle 25Gefühl fehlenden Könnens: insgesamt 4 Prozent, bei Männern 6 und 8 Prozent
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„Lack of competence (4%)—an intrapersonal reason—is not an important reason among women regardless of age (15–19 years, 2%; 20–23 years, 3%), although findings from other research have labeled it as a major reason for dropping out of football (or sports) (9, 14, 24, 38). It is somewhat more common in both younger (6%) and older men (8%).“
Auf Deutsch: „Fehlende Kompetenz (4 %) – ein persönlicher Grund – ist bei Frauen unabhängig vom Alter kein wichtiger Grund (15–19 Jahre 2 %, 20–23 Jahre 3 %), obwohl andere Forschung ihn als wichtigen Grund für den Ausstieg aus dem Fußball (oder dem Sport) beschrieben hat (9, 14, 24, 38). Bei jüngeren (6 %) und älteren Männern (8 %) ist er etwas häufiger.“
Quelle 26Einordnung der Antworten: zum großen Teil durch einen Forscher
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„Third, one researcher (the main author) interpreted, coded, and classified the remaining answers from the women and men who dropped out in the age range of 15–19 years and from women who dropped out in the age range of 20–23 years using the developed coding principle“
Auf Deutsch: „Drittens hat ein Forscher (der Erstautor) die übrigen Antworten der Frauen und Männer, die zwischen 15 und 19 Jahren aufhörten, und der Frauen, die zwischen 20 und 23 Jahren aufhörten, nach dem entwickelten Kodierprinzip interpretiert, kodiert und eingeordnet“
Quelle 27Grenze: Befragung im Rückblick, mögliche Erinnerungsfehler
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„A limitation of the study is the retrospective nature that may be subject to recall biases (52).“
Auf Deutsch: „Eine Einschränkung der Studie ist ihr rückblickender Charakter, der Erinnerungsfehlern unterliegen kann (52).“
Quelle 28Übersichtsarbeit: 16 prospektive Studien, 12 in der Meta-Analyse, 6.304 Spielerinnen und Spieler (Back u. a. 2022)
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„In total, 16 studies met the inclusion criteria and were included in the narrative synthesis. The meta-analysis included 12 of the studies. Altogether, 6304 adolescent team sport players participated in the selected studies.“
Auf Deutsch: „Insgesamt erfüllten 16 Studien die Einschlusskriterien und gingen in die erzählende Zusammenfassung ein. Die Meta-Analyse umfasste 12 dieser Studien. Insgesamt nahmen 6.304 jugendliche Mannschaftssportlerinnen und -sportler an den ausgewählten Studien teil.“
Quelle 29Sportarten und Leistungsniveaus der einbezogenen Studien
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„Sports included basketball (n = 2), handball (n = 6), ice hockey (n = 1) and soccer (n = 9). In all studies, athletes participated at different levels of competitive sport in an organised league within their sport (e.g., elite, sub-elite, local, regional).“
Auf Deutsch: „Die Sportarten waren Basketball (n = 2), Handball (n = 6), Eishockey (n = 1) und Fußball (n = 9). In allen Studien nahmen die Sportlerinnen und Sportler auf unterschiedlichen Niveaus des Wettkampfsports in einer organisierten Liga ihrer Sportart teil (z. B. Spitzen-, zweithöchstes, lokales, regionales Niveau).“
Quelle 30Hauptergebnis: Motivation und Sporterfahrung hängen am stärksten mit dem Ausstieg zusammen
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„The results showed that constructs related to motivation as well as sport experience had the strongest relationships with drop-out.“
Auf Deutsch: „Die Ergebnisse zeigten, dass Konstrukte, die mit Motivation zusammenhängen, sowie die Sporterfahrung den stärksten Zusammenhang mit dem Ausstieg hatten.“
Quelle 31Grundbedürfnisse nach Selbstbestimmung, Kompetenz und Zugehörigkeit; wer sie erfüllt sah, blieb eher
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„From a self-determination theory perspective, the results showed that satisfaction of basic psychological needs (i.e., autonomy, competence, and relatedness) had a small effect on adolescents’ future dropout from team sport. The results indicated that those whose psychological needs were better satisfied were more likely to continue in team sports.“
Auf Deutsch: „Aus Sicht der Selbstbestimmungstheorie zeigten die Ergebnisse, dass die Erfüllung psychologischer Grundbedürfnisse (Autonomie, Kompetenz und soziale Eingebundenheit) einen kleinen Effekt auf den späteren Ausstieg Jugendlicher aus dem Mannschaftssport hatte. Die Ergebnisse deuteten darauf hin, dass diejenigen, deren psychologische Bedürfnisse besser erfüllt waren, eher im Mannschaftssport blieben.“
Quelle 32Wer blieb, war stärker aus eigenem Antrieb motiviert und hatte mehr Sporterfahrung
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„we also found a small effect by self-determined motivation, indicating that athletes who continued in team sports were more intrinsically motivated“
Auf Deutsch: „wir fanden außerdem einen kleinen Effekt der selbstbestimmten Motivation, was darauf hindeutet, dass Sportlerinnen und Sportler, die im Mannschaftssport blieben, stärker intrinsisch motiviert waren“
Quelle 33Unterstützung durch Trainer, Eltern und Mitspieler: kleiner Effekt
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„For the interpersonal factors, a small positive effect was found for social support (g = 0.36, 95% CI 0.04–0.68).“
Auf Deutsch: „Bei den zwischenmenschlichen Faktoren zeigte sich ein kleiner positiver Effekt für soziale Unterstützung (g = 0,36, 95-%-Kompatibilitätsintervall 0,04–0,68).“
Quelle 34Schnelligkeit und Dribbling: Wer blieb, war schneller und dribbelte besser; Auswahl als mögliche Erklärung
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„Players that continued in team sports were faster and had better dribbling skills compared to players that dropped out. In addition to being related to players’ own perceptions of competence, this may also be related to selection processes within competitive sports that favour players with more developed skills“
Auf Deutsch: „Spielerinnen und Spieler, die im Mannschaftssport blieben, waren schneller und dribbelten besser als diejenigen, die ausstiegen. Neben dem Zusammenhang mit der eigenen Wahrnehmung der Kompetenz kann das auch mit Auswahlprozessen im Wettkampfsport zusammenhängen, die Spielerinnen und Spieler mit weiter entwickelten Fertigkeiten bevorzugen“
Quelle 35Körpermaße ohne statistisch bedeutsamen Zusammenhang
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„None of the biological factors had any statistically significant relationship with drop-out (height had, however, a small effect).“
Auf Deutsch: „Keiner der biologischen Faktoren hatte einen statistisch signifikanten Zusammenhang mit dem Ausstieg (die Körpergröße hatte allerdings einen kleinen Effekt).“
Quelle 36Empfehlung: ein Klima, das Motivation und Grundbedürfnisse stützt, auch durch Eltern
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„Organisations, teams, coaches, and parents are, therefore, recommended to create a high-quality motivational climate facilitating, for example, the basic psychological needs.“
Auf Deutsch: „Organisationen, Mannschaften, Trainerinnen und Trainern sowie Eltern wird deshalb empfohlen, ein motivationales Klima hoher Qualität zu schaffen, das zum Beispiel die psychologischen Grundbedürfnisse fördert.“
Quelle 37Grenzen: wenige Effektgrößen, Selbstauskünfte, hohes Verzerrungsrisiko
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„All studies were identified as entailing a high risk of bias for at least one RoBANS domain“
Auf Deutsch: „Bei allen Studien wurde für mindestens einen RoBANS-Bereich ein hohes Verzerrungsrisiko festgestellt“
Quelle 38Niederlande: Stichprobe von 1.762 Vereinsspielerinnen und -spielern, Durchschnittsalter 17,74 (Van Yperen u. a. 2022)
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„in the present prospective study among 1,762 adolescent and young adult football players (27.1% women, mean age 17.74 years, SD = 1.35)“
Auf Deutsch: „in der vorliegenden prospektiven Studie mit 1.762 jugendlichen und jungen erwachsenen Fußballspielerinnen und -spielern (27,1 % Frauen, Durchschnittsalter 17,74 Jahre, SD = 1,35)“
Quelle 39Angeschrieben: alle 41.870 registrierten Spielerinnen und Spieler zwischen 16 und 21
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„On behalf of the Royal Netherlands Football Association and the University of Groningen, a research assistant sent an email to all players in the age range between 16 and 21 who were registered as players (n = 41,870)“
Auf Deutsch: „Im Auftrag des Königlich Niederländischen Fußballverbands und der Universität Groningen schickte eine wissenschaftliche Hilfskraft eine E-Mail an alle registrierten Spielerinnen und Spieler zwischen 16 und 21 Jahren (n = 41.870)“
Quelle 40Nach vier Jahren: 72,5 Prozent noch im Verein; tatsächlicher Ausstieg laut Verbandsdaten 55,9 Prozent
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„After 4 years, a majority (72.5%) was still a member of their football club (“remainers”); 4.0% had canceled their membership within 6 months (short term), and 23.5% within 4 years (long term). After 4 years, the actual dropout from organized football was 55.9%, indicating that the number of dropouts (27.3%) was underrepresented in our sample“
Auf Deutsch: „Nach 4 Jahren war eine Mehrheit (72,5 %) noch Mitglied ihres Fußballvereins („Verbleibende“); 4,0 % hatten ihre Mitgliedschaft innerhalb von 6 Monaten gekündigt (kurzfristig) und 23,5 % innerhalb von 4 Jahren (langfristig). Nach 4 Jahren lag der tatsächliche Ausstieg aus dem organisierten Fußball bei 55,9 %; die Zahl der Aussteiger (27,3 %) war in unserer Stichprobe also unterrepräsentiert“
Quelle 41Spaß am Fußball als wichtigster Vorhersagewert für den Ausstieg
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„As anticipated, the results of the logistic regression and follow-up analyses indicate that players' enjoyment was the main predictor of (short-term and long-term) dropout.“
Auf Deutsch: „Wie erwartet zeigen die Ergebnisse der logistischen Regression und der Folgeanalysen, dass der Spaß der Spielerinnen und Spieler der wichtigste Vorhersagewert für den (kurz- und langfristigen) Ausstieg war.“
Quelle 42Weitere Unterschiede: andere Sportart, weniger Familie im Verein, späterer Einstieg
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„In addition, relative to remainers, dropouts perceived more alternatives in terms of other sports, had fewer family members involved in their football club, and were older at the time they started playing organized football.“
Auf Deutsch: „Außerdem sahen Aussteiger im Vergleich zu den Verbleibenden mehr Alternativen in Form anderer Sportarten, hatten weniger Familienmitglieder in ihrem Fußballverein und waren älter, als sie mit dem organisierten Fußball begannen.“
Quelle 43Zitat einer Spielerin zu fehlendem Spaß (Altersgruppe 15 bis 19)
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„As one women pointed out, “It wasn't fun anymore. It was too much” (Woman, 4,144, 15–19 years)“
Auf Deutsch: „Wie eine Frau es ausdrückte: „Es hat keinen Spaß mehr gemacht. Es war zu viel“ (Frau, 4.144, 15–19 Jahre)“
Quelle 44Was fehlende Zeit in den Antworten bedeutete
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„this constraint relates to football interfering with other activities the players wanted to pursue, as well as a lack of time to train and play football due to studies and/or work“
Auf Deutsch: „dieser Grund betrifft Fußball, der anderen Aktivitäten im Weg stand, denen die Spielerinnen und Spieler nachgehen wollten, sowie fehlende Zeit zum Trainieren und Spielen wegen Studium und/oder Arbeit“
Quelle 45Mannschaften der A- und B-Junioren: 18.000 im Jahr 2010, 15.000 im Jahr 2018 (Interview 2020)
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„2010 hatten wir bei den A- und B-Jugendlichen noch 18.000 Mannschaften im geregelten Spielbetrieb, 2018 waren es nur noch 15.000 Teams.“
Quelle 46Einschätzung: Drop-out meist erst nach der C-Jugend, vor allem im Breitensport
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„Aber das Drop-out-Problem entsteht meist erst nach der C-Jugend. In diesem Alter sind die talentiertesten Spieler oft schon in den Nachwuchsleistungszentren der Profiklubs angekommen. Das große Problem liegt eher auf breitensportlicher Ebene.“
Quelle 47Kein einzelner Grund, mehrere Ebenen
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„Es gibt nicht den einen entscheidenden Faktor. Hier kommen verschiedene Gründe auf unterschiedlichen Ebenen zusammen.“
Quelle 48Verläufe: Vereinswechsel statt Abschied vom Fußball, Pause mit anschließendem Vereinswechsel
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„So gibt es den Vereins-Drop-outs mit stabiler Fußballmitgliedschaft. Der Spieler schließt sich also einem anderen Klub an. Dann erleben wir häufig den plötzlichen Fußball-Drop-Out mit oder ohne vorherige Vereinswechsel. Das dritte Phänomen ist der temporäre Fußball-Drop-Out mit anschließendem Vereinswechsel.“
Quelle 49Effektstärken: Sporterfahrung mittel (g = 0,53), Absicht, Einstellung und wahrgenommene Verhaltenskontrolle groß (g = 0,92)
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„Sport experience had a medium effect on drop-out (g = 0.53, 95% CI 0.03–1.09), and finally, a large effect was found for intentions, attitudes, and perceived behavioural control (g = 0.92, 95% CI 0.10–1.65).“
Auf Deutsch: „Die Sporterfahrung hatte einen mittleren Effekt auf den Ausstieg (g = 0,53, 95-%-Intervall 0,03–1,09), und schließlich zeigte sich ein großer Effekt für Absichten, Einstellungen und wahrgenommene Verhaltenskontrolle (g = 0,92, 95-%-Intervall 0,10–1,65).“
Quelle 50Kleine Effekte: Grundbedürfnisse (g = 0,42), Schnelligkeit, Dribbling, selbstbestimmte Motivation (g = 0,27)
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„results from the meta-analysis showed a significant small positive effect for the satisfaction of basic psychological needs (g = 0.42, 95% CI 0.11–0.77). A small negative effect was found for speed (g = -0.42, 95% CI -0.68–0.19), indicating that those who continued in sports were faster compared to those who dropped out. There was also a small positive effect for dribble (g = 0.43, 95% CI 0.02–0.87). Furthermore, small positive effects were found for self-determined motivation (g = 0.27, 95% CI 0.04–0.51).“
Auf Deutsch: „die Ergebnisse der Meta-Analyse zeigten einen signifikanten kleinen positiven Effekt für die Erfüllung psychologischer Grundbedürfnisse (g = 0,42, 95-%-Intervall 0,11–0,77). Ein kleiner negativer Effekt fand sich für die Schnelligkeit (g = −0,42, 95-%-Intervall −0,68–0,19): Wer im Sport blieb, war schneller als wer ausstieg. Außerdem gab es einen kleinen positiven Effekt für das Dribbling (g = 0,43, 95-%-Intervall 0,02–0,87). Weiter zeigten sich kleine positive Effekte für selbstbestimmte Motivation (g = 0,27, 95-%-Intervall 0,04–0,51).“
Quelle 51Absicht, Einstellung und Normen gehören für die Autoren zu den Motivationsmodellen
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„More specifically, adolescents’ attitudes, intentions, and norms regarding team sport participation, as well as the satisfaction of basic psychological needs and self-determined motivation, were those variables from the motivational frameworks that had the strongest relationship to future drop-out from team sport.“
Auf Deutsch: „Genauer gesagt waren die Einstellungen, Absichten und Normen Jugendlicher zur Teilnahme am Mannschaftssport sowie die Erfüllung psychologischer Grundbedürfnisse und die selbstbestimmte Motivation diejenigen Variablen aus den Motivationsmodellen, die den stärksten Zusammenhang mit dem späteren Ausstieg aus dem Mannschaftssport hatten.“
Quelle 52Altersunterschied: zwischen 15 und 19 strukturelle und zwischenmenschliche Gründe gleich häufig (42 und 41 Prozent), zwischen 20 und 23 strukturelle 57 Prozent
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„In the age group of 15–19 years, structural and interpersonal reasons are equally common, while structural reasons are more common in the narratives of older players (20–23 years).“
Auf Deutsch: „In der Altersgruppe 15 bis 19 Jahre sind strukturelle und zwischenmenschliche Gründe gleich häufig, während strukturelle Gründe in den Schilderungen der älteren Spielerinnen und Spieler (20 bis 23 Jahre) häufiger sind.“
Quelle 53Erklärung der Autoren für das seltene Gefühl fehlenden Könnens; Zunahme bei Männern zwischen 20 und 23
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„for men in the present study, dropout was not attributed to low perceived football competence because they had been identified as talents within a district at the age of 15.“
Auf Deutsch: „bei den Männern dieser Studie wurde der Ausstieg nicht auf eine geringe wahrgenommene fußballerische Kompetenz zurückgeführt, weil sie mit 15 Jahren in einem Distrikt als Talente erkannt worden waren.“
Quelle 54Fehlender Spaß als Folge der Art, wie die Ausgewählten spielen: ältere Mannschaften, Auswahl, Schulprogramme
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„Lack of enjoyment can also be a consequence of the manner in which the players play the sport; in this study, players reported often playing with older teams as well as in district and upper secondary football programs or national teams.“
Auf Deutsch: „Fehlender Spaß kann auch eine Folge davon sein, wie die Spielerinnen und Spieler den Sport betreiben; in dieser Studie berichteten sie, oft mit älteren Mannschaften sowie in Distrikt- und Oberstufen-Fußballprogrammen oder Nationalmannschaften zu spielen.“
Quelle 55Hoher Ausstieg in dieser Altersgruppe laut Verband (mehr als 50 Prozent in vier Jahren); Ausstieg = Ende der Verbandsmitgliedschaft
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„The Royal Netherlands Football Association has observed a relatively high dropout rate from football clubs (> 50% over a period of 4 years) within this age group.“
Auf Deutsch: „Der Königlich Niederländische Fußballverband hat in dieser Altersgruppe eine relativ hohe Ausstiegsquote aus Fußballvereinen beobachtet (> 50 % über einen Zeitraum von 4 Jahren).“
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