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Ratgeber

Unser Kind will Fußballprofi werden: Was die Zahlen sagen

Wie viele Kinder aus einem Nachwuchsleistungszentrum wirklich Profi werden, mit Erhebungsjahr und Bezugsgruppe, welche Stufen zwischen Heimatverein und Profibereich liegen, was der Traum im Familienalltag verlangt und welche Wege daneben bestehen. Der Text ordnet Quoten ein, stellt aber keine Prognose für ein einzelnes Kind, gibt keine Erziehungsanweisungen und ersetzt keine psychologische Beratung.

Aktualisiert am 16.09.20268 Min. Lesezeit

Ein Vater und sein Sohn sitzen von hinten gesehen nebeneinander auf einer niedrigen Mauer und schauen auf einen Fußballplatz.
KI-generiertes Symbolbild
Inhalt(11 Abschnitte)

Irgendwann steht der Satz im Raum. Beim Abendessen, im Auto nach dem Training, oder als Antwort auf eine Frage in der Schule: Ich werde Fußballprofi. Vielleicht hört ihr ihn zum ersten Mal, vielleicht begleitet er euch schon seit Jahren.

Für Eltern ist das eine schwierige Stelle. Nehmt den Wunsch ernst, ohne eine Erfolgserwartung daraus zu machen — die Elternbroschüre von DFB und DFL hält beides nebeneinander aus. Und behaltet im Blick, was die Autorinnen der Deutschen Sporthochschule Köln dort beschreiben: dass gut gemeinte Unterstützung in Übereifer umschlagen und von Kindern als Leistungsdruck wahrgenommen werden kann. Dieser Text sagt euch nicht, was ihr sagen sollt. Er stellt zusammen, was über die Chancen belegt ist, was der Weg von einer Familie verlangt und welche Wege es neben dem Leistungszentrum gibt.

Die Zahlen, die am Spielfeldrand selten fallen

Die Elternbroschüre von DFB und DFL beginnt mit einem ungewöhnlich offenen Satz: „Denn allen berechtigten Hoffnungen und höchsten sportlichen Ansprüchen stehen die nackten Zahlen gegenüber: Die überwiegende Mehrheit der Träume wird nicht in Erfüllung gehen. Und dennoch sind sie es wert, geträumt zu werden.“ Eine Zahl nennt die Broschüre an dieser Stelle nicht; sie schreibt nur, die Quote sei sehr gering.

Die Größenordnungen stammen aus der Forschung. Eine Aufbereitung von Befunden des Sportwissenschaftlers Arne Güllich, veröffentlicht im März 2022, rechnet für Kinder, die in einem Nachwuchsleistungszentrum beginnen: „91 % der Spieler werden zwischen der U11 und der U19 also aussortiert.“ Und weiter: „Am Ende verbleibt weniger als 1 % der U11 Spieler, welches den Übergang in ein Herrenteam schafft.“ Bezugsgruppe ist ein U11-Jahrgang in einem Leistungszentrum, der Zeitraum sind acht Jahre.

Dieselbe Aufbereitung nennt für den laufenden Betrieb „durchschnittlich 29% der Spieler werden jährlich ausgetauscht“. Güllich selbst berichtet in einer 2014 veröffentlichten Untersuchung des deutschen Fördersystems einen etwas niedrigeren Wert: „the mean annual turnover of squad members was 24.5% (youth academies) and 41.0% (national U-teams), respectively.“ (auf Deutsch: „die durchschnittliche jährliche Fluktuation der Kaderspieler betrug 24,5 % (Nachwuchsakademien) bzw. 41,0 % (U-Nationalmannschaften).“) Und: „At any age, the probability of persisting in the programme three years later was <50%.“ Das heißt: In keiner Altersstufe lag die Wahrscheinlichkeit, drei Jahre später noch im Programm zu sein, bei 50 Prozent oder darüber. Bezugsgruppe sind hier die deutschen Nachwuchsakademien und die U-Nationalteams.

Eine Zahl der Aufbereitung fällt daneben deutlich höher aus: „Ein U15 Spieler, der in ein NLZ wechselt, hat zumindest eine etwa 10%ige Chance, im NLZ den Übergang in den Herrenbereich zu schaffen.“ Die beiden Werte — unter einem Prozent für U11-Spieler, etwa zehn Prozent für U15-Neuzugänge — betreffen unterschiedliche Einstiegsgruppen und unterschiedlich lange Zeiträume; warum sie sich unterscheiden, erklärt die Aufbereitung nicht. Ein früher Einstieg ist danach jedenfalls kein rechnerischer Vorsprung. Die Zahlen des Portals stehen gesammelt auf Chancen realistisch einordnen.

Größenordnungen aus zweiter Hand: eine Aufbereitung von Forschungsbefunden (2022), je mit eigener Bezugsgruppe

91 %

eines U11-Jahrgangs im Leistungszentrum werden bis zur U19 aussortiert

Quelle [11]

weniger als 1 %

der U11-Spieler schaffen den Übergang in ein Herrenteam

Quelle [12]

etwa 10 %

Chance haben U15-Neuzugänge laut der Aufbereitung zumindest, im NLZ den Übergang in den Herrenbereich zu schaffen

Quelle [14]

Was diese Quoten sagen — und was nicht

Keine dieser Zahlen sagt etwas über euer Kind. Sie beschreiben, wie ein Auswahlsystem im Durchschnitt arbeitet, nicht, wie ein einzelnes Kind sich entwickelt. Eine Prognose für den Einzelfall geben diese Quellen nicht her. Wenn euch jemand eine verspricht, fragt nach, worauf er sie stützt.

Was die Quoten sehr wohl sagen: Der Abschied aus dem Leistungszentrum ist der statistische Normalfall, nicht die Ausnahme. Berücksichtigt ein mögliches Ausscheiden deshalb früh in eurer Planung, statt es für einen Betriebsunfall zu halten.

Die Forschungsrezeption liefert außerdem zwei Befunde, die dem Reflex widersprechen, möglichst früh möglichst viel Fußball zu machen. In der Aufbereitung von 2022 heißt es: „Erfolgreichere Profis kamen erst in späterem Alter in die Leistungszentren als weniger erfolgreiche Profis“ — und: „Ein Großteil der Herrenspieler internationaler Klasse hat als Jugendlicher weniger Zeit für die Hauptsportart Fußball aufgewandt und sich einer Zweitsportart zugewandt.“

Der Weg in Stufen: Verein, Stützpunkt, Leistungszentrum

Der DFB beschreibt die Talentförderung in Stufen. Am Anfang steht der Verein. Dazu kommt das DFB-Talentförderprogramm: „339 Stützpunkte bilden in allen Regionen Deutschlands ein flächendeckendes Netz zum intensiven Sichten und Fördern etwa 14.000 talentierter Spieler*innen im besten Lernalter.“ Trainiert wird dort laut DFB „im Altersbereich U 12 bis U 15 zusätzlich zum Verein einmal pro Woche mit hoher Qualität“. Der Stützpunkt ist ausdrücklich als Zwischenstufe angelegt; das Programm „bildet dabei die Brücke zwischen der Jugendarbeit an der Vereinsbasis und der zweiten Stufe der Talentförderung, den Leistungszentren (männlich und weiblich) und Eliteschulen des Fußballs.“ Wie eine Nominierung zustande kommt, steht unter DFB-Stützpunkt: Sichtung, Alter und Unterschied zum NLZ.

Der Weg in Stufen
  1. Schritt 1: Verein

    Am Anfang steht der eigene Verein.

  2. Schritt 2: DFB-Stützpunkt

    Nach einer Nominierung im Altersbereich U 12 bis U 15 einmal pro Woche zusätzlich zum Verein; die Brücke zwischen Vereinsbasis und Leistungszentrum.

  3. Schritt 3: Leistungszentrum

    Die nächste Förderstufe – auch dort ist nichts entschieden.

Quellen [19] [20] [21]

Die nächste Stufe ist das Leistungszentrum — und auch dort ist nichts entschieden. Selbst der Weg von der eigenen Jugend in die eigene Profimannschaft ist selten. Die Elternbroschüre formuliert es so: „Die wenigsten Werdegänge verlaufen geradlinig von einer Nachwuchsabteilung bis in die Profimannschaft im eigenen Verein.“ Was ein Leistungszentrum voraussetzt, steht unter NLZ-Voraussetzungen: Alter, Jahrgang und Wohnort, wie es über eine Aufnahme entscheidet unter NLZ-Aufnahme: Wie ein Leistungszentrum entscheidet.

Eine Randnotiz, die Eltern oft überrascht: Der Anteil der im ersten Halbjahr geborenen Kinder steigt über diese Auswahlstufen hinweg an. Ausführlich steht der relative Alterseffekt in NLZ-Probetraining: Was Eltern vorbereiten können und Hat unser Kind Talent für Fußball? Was sich früh sagen lässt.

Warum die Schule nicht nebenherlaufen kann

Die Elternbroschüre von DFB und DFL betont den Stellenwert der schulischen und beruflichen Ausbildung ungewöhnlich deutlich. Daniel Feld, bei der DFL Leiter Nachwuchs und Leistungszentren, wird in der Elternbroschüre so zitiert: „Die allerwenigsten Spieler schaffen den Sprung in den Lizenzbereich. Daher ist eine gute schulische und berufliche Ausbildung parallel zum Fußball mindestens genauso wichtig.“ Dieselbe Broschüre sagt es noch direkter: „Trotz aller fußballerischer Begabung: Die schulische Ausbildung steht an erster Stelle.“ Und: „Für jeden LZ-Spieler bedeutet das, einen Plan B in der Tasche zu haben, denn in fast allen Fällen wird dieser auch gebraucht.“

Kernaussage: Die schulische Ausbildung steht an erster Stelle – einen Plan B brauchen fast alle LZ-Spieler.

Quellen [4] [5]

Ein Schulwechsel gehört dabei nicht automatisch dazu. Die Broschüre schreibt ausdrücklich: „Ein Schulwechsel ist allerdings nicht immer nötig und in einigen Fällen auch nicht zu empfehlen.“ Wie viel Zeit zusammenkommt, zeigt der Wochenplan einer U19 in derselben Broschüre: „60 Stunden Fußball und Schule pro Woche“.

Was der Traum im Familienalltag verlangt

Der Traum kostet nicht nur das Kind etwas. Klärt vorher, welche Fahrten anfallen, welche Wochenenden ihr dafür einplanen müsst, wie viel Zeit und Aufmerksamkeit für Geschwister bleibt und welche Kosten auf euch zukommen. Belegte Kostenangaben stehen unter NLZ-Kosten für Familien: Beiträge, Fahrten, Internat; die Frage nach einem Umzug oder einem Internat unter NLZ-Internat mit 14? Was Familien vorher klären sollten.

Sprecht über diesen Aufwand offen, statt ihn stillschweigend zu tragen. Die Autorinnen der Deutschen Sporthochschule Köln beschreiben in der Elternbroschüre, dass gut gemeinte Unterstützung als Leistungsdruck wahrgenommen werden kann; eine Verabredung darüber, was der Aufwand bedeutet und was er nicht bedeutet, nimmt einem Kind diese Last womöglich ab. Woran sich schädlicher Druck erkennen lässt und wo Familien Hilfe finden, steht unter Druck im Jugendfußball erkennen und gegensteuern.

Wege, die nicht über ein Leistungszentrum führen

Ein Kind kann Fußball ernst nehmen, ohne in einem Leistungszentrum zu sein. Der Heimatverein, eine gute Jugendmannschaft, der DFB-Stützpunkt einmal pro Woche, dazu Zeit für eine zweite Sportart: Die oben zitierte Aufbereitung berichtet von späterem NLZ-Einstieg bei erfolgreicheren Profis und von einer Zweitsportart bei einem Großteil der Herrenspieler internationaler Klasse. Wie viele Spitzenspieler genau diesen Weg gegangen sind, sagt sie nicht.

Auch eine Absage muss nicht das Ende sein. Die Elternbroschüre schreibt: „Eine Nicht-Übernahme in einem Leistungszentrum muss nicht das Aus für die (Profi-) Fußballkarriere bedeuten.“ Als Beispiel führt sie Marco Reus an, der in der Dortmunder Jugend nicht übernommen wurde — „Aussortiert, weil er körperlich nicht mithalten konnte“ — und dessen Stationen Rot Weiss Ahlen und Borussia Mönchengladbach sie ebenfalls nennt. Wie häufig solche Wege sind, sagt sie nicht. Wie es nach einer Absage weitergeht, steht unter Aus dem NLZ aussortiert: die ersten Wochen danach.

Wie ein Gespräch aussehen kann, das nichts kaputtmacht

Es gibt kein Skript für dieses Gespräch, und wir geben euch keins. Was sich aus den Quellen als Orientierung ableiten lässt:

  • Den Traum stehen lassen. Die Elternbroschüre nennt die Träume im selben Absatz, in dem sie sagt, dass die meisten nicht in Erfüllung gehen, ausdrücklich wert, geträumt zu werden.
  • Die Zahlen nicht verschweigen, aber als Beschreibung eines Auswahlsystems einordnen — nicht als Urteil über das eigene Kind.
  • Nicht in Übereifer kippen. Die Autorinnen der Deutschen Sporthochschule Köln schreiben in der Broschüre: „Dabei kann es schon einmal passieren, dass gut gemeinte Unterstützung in Übereifer umschlägt und von Kindern als Leistungsdruck wahrgenommen wird.“
  • Die Schule nicht als Gegenspieler des Traums behandeln, sondern als seinen Rückhalt.
  • Fragen, was das Kind am Fußball eigentlich liebt: das Spiel, die Mannschaft, den Wettbewerb oder die Aussicht auf eine Karriere. Und die Antwort stehen lassen.

Wer am Traum mitverdient

Um den Kinderfußball herum werden Familien bezahlte Angebote begegnen — von Individualtraining über Camps bis zur Spielerberatung. Wir empfehlen hier keinen Anbieter und raten von keinem ab. Zwei Dinge lassen sich festhalten: Prüft ein Aufnahmeversprechen immer direkt beim betreffenden Leistungszentrum und klärt dort, wer verbindliche Auskünfte geben darf — und für Beraterinnen und Berater im Nachwuchsbereich gelten eigene Regeln, beschrieben im Abschnitt zum Berater unter Fördervertrag im Fußball: Was Eltern vorher wissen sollten.

Was ihr jetzt tun könnt

  • Schaut euch die Quoten gemeinsam an, bevor ihr eine Entscheidung trefft, die den Familienalltag umstellt: Chancen realistisch einordnen.
  • Trennt zwei Fragen: Will unser Kind Profi werden? Und: Will es mehr und besser Fußball spielen? Für die zweite Frage prüft gemeinsam, welche konkreten Möglichkeiten es vor Ort gibt.
  • Klärt die nächste konkrete Stufe statt des Endziels — Verein, Stützpunkt, Probetraining: Wie kommt mein Kind ins Nachwuchsleistungszentrum?.
  • Haltet die Schule sichtbar im Plan, auch wenn gerade alles gut läuft.
  • Verabredet früh, woran ihr merken wollt, dass es dem Kind zu viel wird — und wen ihr dann fragt.

Weiterlesen

Dieser Text ist eine allgemeine Einordnung belegter Zahlen und Verbandsangaben. Er ist keine medizinische, therapeutische oder psychologische Beratung, keine Erziehungsanleitung und keine Prognose für euer Kind. Wenn ihr merkt, dass der Druck zu groß wird, findet ihr Anlaufstellen in Druck im Jugendfußball erkennen und gegensteuern und Aus dem NLZ aussortiert: die ersten Wochen danach.

Quellen

Jede Angabe im Text stützt sich auf diese Belege. Zitate stehen im Wortlaut. Fremdsprachige Zitate mit deutscher Übertragung.

  1. Quelle 1Selbsteinschätzung von DFB und DFL zur Wahrscheinlichkeit, dass der Traum in Erfüllung geht

    abgerufen am 06.09.2026

    Zitat anzeigen
    „Denn allen berechtigten Hoffnungen und höchsten sportlichen Ansprüchen stehen die nackten Zahlen gegenüber: Die überwiegende Mehrheit der Träume wird nicht in Erfüllung gehen. Und dennoch sind sie es wert, geträumt zu werden.“
  2. Quelle 2Die Broschüre nennt die Quote selbst nur qualitativ („sehr gering“) und ohne Zahl

    abgerufen am 06.09.2026

    Zitat anzeigen
    „Die Quote der Spieler, die es aus einem Leistungszentrum in den Profifußball schaffen, ist sehr gering. Die wenigsten Werdegänge verlaufen geradlinig von einer Nachwuchsabteilung bis in die Profimannschaft im eigenen Verein.“
  3. Quelle 3Vorrang der schulischen und beruflichen Ausbildung (Daniel Feld, DFL, Zitat aus zweiter Hand)

    abgerufen am 06.09.2026

    Zitat anzeigen
    „Die allerwenigsten Spieler schaffen den Sprung in den Lizenzbereich. Daher ist eine gute schulische und berufliche Ausbildung parallel zum Fußball mindestens genauso wichtig.“
  4. Quelle 4Schulische Ausbildung steht an erster Stelle

    abgerufen am 06.09.2026

    Zitat anzeigen
    „Trotz aller fußballerischer Begabung: Die schulische Ausbildung steht an erster Stelle.“
  5. Quelle 5Plan B wird in fast allen Fällen gebraucht

    abgerufen am 06.09.2026

    Zitat anzeigen
    „Für jeden LZ-Spieler bedeutet das, einen Plan B in der Tasche zu haben, denn in fast allen Fällen wird dieser auch gebraucht.“
  6. Quelle 6Ein Schulwechsel ist nicht zwingend Teil des Wegs

    abgerufen am 06.09.2026

    Zitat anzeigen
    „Ein Schulwechsel ist allerdings nicht immer nötig und in einigen Fällen auch nicht zu empfehlen.“
  7. Quelle 7Zeitumfang einer U19-Woche aus Fußball und Schule

    abgerufen am 06.09.2026

    Zitat anzeigen
    „60 Stunden Fußball und Schule pro Woche“
  8. Quelle 8Eine Nicht-Übernahme beendet die Möglichkeit einer Profikarriere nicht zwingend

    abgerufen am 06.09.2026

    Zitat anzeigen
    „Eine Nicht-Übernahme in einem Leistungszentrum muss nicht das Aus für die (Profi-) Fußballkarriere bedeuten.“
  9. Quelle 9Beispiel Marco Reus: Grund der Nichtübernahme in der Dortmunder Jugend

    abgerufen am 06.09.2026

    Zitat anzeigen
    „Aussortiert, weil er körperlich nicht mithalten konnte“
  10. Quelle 10Gut gemeinte Unterstützung kann als Leistungsdruck ankommen (Eckardt/Lobinger, Zitat aus zweiter Hand)

    abgerufen am 06.09.2026

    Zitat anzeigen
    „Dabei kann es schon einmal passieren, dass gut gemeinte Unterstützung in Übereifer umschlägt und von Kindern als Leistungsdruck wahrgenommen wird.“
  11. Quelle 11Anteil der zwischen U11 und U19 aussortierten Spieler (Rezeption der Güllich-Befunde, 2022)

    abgerufen am 16.09.2026

    Zitat anzeigen
    „91 % der Spieler werden zwischen der U11 und der U19 also aussortiert.“
  12. Quelle 12Anteil der U11-Spieler, die den Übergang in ein Herrenteam schaffen (Rezeption, 2022)

    abgerufen am 16.09.2026

    Zitat anzeigen
    „Am Ende verbleibt weniger als 1 % der U11 Spieler, welches den Übergang in ein Herrenteam schafft.“
  13. Quelle 13Jährlicher Spieleraustausch im Kader (Rezeption der Güllich-Befunde, 2022)

    abgerufen am 16.09.2026

    Zitat anzeigen
    „durchschnittlich 29% der Spieler werden jährlich ausgetauscht“
  14. Quelle 14Größenordnung für Spieler, die erst zur U15 in ein NLZ wechseln (Rezeption, 2022)

    abgerufen am 16.09.2026

    Zitat anzeigen
    „Ein U15 Spieler, der in ein NLZ wechselt, hat zumindest eine etwa 10%ige Chance, im NLZ den Übergang in den Herrenbereich zu schaffen.“
  15. Quelle 15Späterer Einstieg bei erfolgreicheren Profis (Rezeption der Güllich-Befunde, 2022)

    abgerufen am 16.09.2026

    Zitat anzeigen
    „Erfolgreichere Profis kamen erst in späterem Alter in die Leistungszentren als weniger erfolgreiche Profis“
  16. Quelle 16Zweitsportart und geringerer Fußballumfang bei Spielern internationaler Klasse (Rezeption, 2022)

    abgerufen am 16.09.2026

    Zitat anzeigen
    „Ein Großteil der Herrenspieler internationaler Klasse hat als Jugendlicher weniger Zeit für die Hauptsportart Fußball aufgewandt und sich einer Zweitsportart zugewandt.“
  17. Quelle 17Jährlicher Kaderaustausch in deutschen Nachwuchsakademien und U-Nationalteams (Güllich 2014)

    abgerufen am 27.08.2026

    Zitat anzeigen(Original, EN)
    „the mean annual turnover of squad members was 24.5% (youth academies) and 41.0% (national U-teams), respectively.“

    Auf Deutsch: „die durchschnittliche jährliche Fluktuation der Kaderspieler betrug 24,5 % (Nachwuchsakademien) bzw. 41,0 % (U-Nationalmannschaften).“

    Übersetzung: NLZ-Wegweiser

  18. Quelle 18Verbleibwahrscheinlichkeit nach drei Jahren unter 50 Prozent (Güllich 2014)

    abgerufen am 27.08.2026

    Zitat anzeigen(Original, EN)
    „At any age, the probability of persisting in the programme three years later was <50%.“

    Auf Deutsch: „In jedem Alter lag die Wahrscheinlichkeit, drei Jahre später noch im Förderprogramm zu sein, unter 50 %.“

    Übersetzung: NLZ-Wegweiser

  19. Quelle 19Umfang des DFB-Stützpunktnetzes und Zahl der geförderten Spielerinnen und Spieler

    abgerufen am 16.09.2026

    Zitat anzeigen
    „339 Stützpunkte bilden in allen Regionen Deutschlands ein flächendeckendes Netz zum intensiven Sichten und Fördern etwa 14.000 talentierter Spieler*innen im besten Lernalter.“
  20. Quelle 20Altersbereich und Frequenz des Stützpunkttrainings

    abgerufen am 16.09.2026

    Zitat anzeigen
    „im Altersbereich U 12 bis U 15 zusätzlich zum Verein einmal pro Woche mit hoher Qualität“
  21. Quelle 21Stützpunktprogramm als Zwischenstufe zwischen Verein und Leistungszentrum

    abgerufen am 16.09.2026

    Zitat anzeigen
    „bildet dabei die Brücke zwischen der Jugendarbeit an der Vereinsbasis und der zweiten Stufe der Talentförderung, den Leistungszentren (männlich und weiblich) und Eliteschulen des Fußballs.“
  22. Quelle 22Anstieg des Anteils früh im Jahr geborener Kinder über die Auswahlstufen (relativer Alterseffekt)

    abgerufen am 15.09.2026

    Zitat anzeigen
    „Geburtenanteil erste Jahreshälfte: Stützpunktprogramm ≈60%, Leistungszentrum ≈69%, Verbandsauswahl ≈72% und Jugendnationalmannschaft ≈75%“
  23. Quelle 23Eigene Regeln für das Ansprechen Minderjähriger durch Fußballvermittler (§ 7 Nr. 1 DFB-Reglement für Spieler- und Trainervermittlung)

    abgerufen am 16.09.2026

    Zitat anzeigen
    „Ein Ansprechen des Minderjährigen darf erst erfolgen, wenn die vorherige schriftliche Zustimmung des gesetzlichen Vertreters eingeholt wurde.“

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