Zum Inhalt springen
NLZ-Wegweiser, zur Startseite

Ratgeber

Hat unser Kind Talent für Fußball? Was sich früh sagen lässt

Was bei einer Sichtung im deutschen Nachwuchsfußball bewertet wird, was Studien über die Vorhersagbarkeit von Entwicklung und über den Geburtsmonat sagen und was daraus für Eltern folgt. Der Text ordnet Studien- und Verbandsangaben mit Jahr und Bezugsgruppe ein; er ist kein Talent-Test, gibt keine Leistungsprognose für ein einzelnes Kind und ersetzt keine Einschätzung der Menschen, die das Kind spielen sehen.

Aktualisiert am 17.09.20269 Min. Lesezeit

Ein etwa neunjähriges Kind dribbelt von hinten gesehen einen Ball durch einen Hütchenparcours, im unscharfen Vordergrund steht ein Elternteil.
KI-generiertes Symbolbild
Inhalt(9 Abschnitte)

Fragt ihr euch vor einem Probetraining: „Ist unser Kind gut genug?“ Die Frage ist verständlich, und sie ist schwer zu beantworten. Nicht, weil niemand sie euch beantworten will, sondern weil die Untersuchungen zum deutschen Fördersystem häufige Kaderwechsel und geringe längerfristige Verbleibquoten dokumentieren. Das mahnt zur Vorsicht bei langfristigen Erwartungen.

Dieser Text gibt euch keinen Talent-Test und keine Checkliste, an der ihr euer Kind abhaken könnt. Er ordnet ein, was bei einer Sichtung laut den geprüften Quellen bewertet wird, was Studien über Vorhersagbarkeit und über den Geburtsmonat sagen und was daraus für euch als Eltern folgt. Eine Einschätzung zu eurem Kind kann und darf er nicht geben.

Warum die Frage so schwer zu beantworten ist

Die Elternbroschüre von DFL und DFB lässt den Leiter der DFB-Talentförderung, Markus Hirte, zu Wort kommen. Er beschreibt die Ausbildung im Leistungszentrum als langfristigen Prozess mit individuell unterschiedlichen Verläufen: „Dies ist ein langfristiger Prozess, mit zum Teil von Spieler zu Spieler sehr unterschiedlichen Entwicklungsverläufen.“ Und weiter: „Oftmals sind Geduld und eine individuelle Betrachtung der Stärken und Potentiale des einzelnen Kindes oder Jugendlichen erforderlich.“ (Zitiert nach der DFB/DFL-Elternbroschüre, Druckseite 11, Version April 2025.)

Dieselbe Broschüre formuliert für die jüngeren Jahrgänge eine Leitlinie zur Gewichtung von Spielweise und Ergebnis: „Je jünger die Spieler sind, desto mehr gilt der Satz: Das 'Wie' ist wichtiger als das 'Was'.“ Konkret heißt das laut Broschüre: „Die Art und Weise ist entscheidend und weniger das Ergebnis, insbesondere im Grundlagen- und Aufbaubereich.“ Und für den Aufbaubereich der U12 bis U15 steht dort: „Ergebnisse und Tabelle sollen weiterhin eine untergeordnete Rolle einnehmen.“

Kernaussage: Je jünger die Spieler, desto mehr gilt: Das Wie ist wichtiger als das Was – vor allem im Grundlagen- und Aufbaubereich.

Quellen [3] [4]

Die Broschüre empfiehlt damit, Ergebnisse und Tabelle im Aufbaubereich nachrangig zu behandeln. Legt an ein einzelnes gutes oder schlechtes Spiel eures Kindes deshalb keinen strengeren Maßstab an.

Was bei einer Sichtung überhaupt bewertet wird

Eine große Untersuchung im deutschen Fördersystem zeigt, woraus eine Beurteilung im DFB-Talentförderprogramm besteht. Leyhr und Kolleginnen und Kollegen werteten 2021 Daten von 16.138 Jungen der Altersklassen U12 bis U15 aus diesem Programm aus. Neben anthropometrischen Messungen — „anthropometric measurements (height and weight)“ (auf Deutsch: „anthropometrische Messungen (Größe und Gewicht)“) — absolvierten die Kinder „a battery of five motor tests that objectively assessed speed abilities and technical skills (specifically sprint, agility, dribbling, ball control, and juggling)“ (auf Deutsch: „eine Batterie aus fünf motorischen Tests, die Schnelligkeitsfähigkeiten und technische Fertigkeiten objektiv erfassten (konkret …)“) — also Sprint, Gewandtheit, Dribbling, Ballkontrolle und Jonglieren.

Dazu kommt die Einschätzung der Trainerinnen und Trainer. Laut derselben Studie bewerten sie die Kinder zusätzlich in Schusstechnik, Taktik und psychosozialen Fähigkeiten und geben eine Gesamteinschätzung ab: „providing holistic evaluations of each player's current and future performance levels“. In dieser Untersuchung wurden also beide Arten von Beurteilung kombiniert — gemessene Werte und ein subjektives Urteil über den gegenwärtigen und den erwarteten künftigen Leistungsstand. Wie ein einzelner Sichtungstermin bei einem Verein abläuft, sagt die Untersuchung nicht.

Zwei Arten der Beurteilung in der Untersuchung von 2021

Gemessen

  • Größe und Gewicht
  • Fünf motorische Tests: Sprint, Gewandtheit, Dribbling, Ballkontrolle, Jonglieren

Eingeschätzt von Trainerinnen und Trainern

  • Schusstechnik, Taktik und psychosoziale Fähigkeiten
  • Gesamteinschätzung des aktuellen und des erwarteten künftigen Leistungs­stands

Quellen [6] [7] [24]

Wie breit die erste Förderstufe angelegt ist, beschreibt der DFB auf seiner Seite zur Talentförderung selbst: „339 Stützpunkte bilden in allen Regionen Deutschlands ein flächendeckendes Netz zum intensiven Sichten und Fördern etwa 14.000 talentierter Spieler*innen im besten Lernalter.“ (Abgerufen am 16.09.2026.) Wie die Nominierung dort abläuft, steht in unserem Ratgeber zum DFB-Stützpunkt.

Was Studien über die Vorhersagbarkeit sagen

Der Sportwissenschaftler Arne Güllich hat 2014 Daten aus dem deutschen Fördersystem ausgewertet. Im Abstract seiner Studie heißt es: „the mean annual turnover of squad members was 24.5% (youth academies) and 41.0% (national U-teams), respectively.“ (auf Deutsch: „die durchschnittliche jährliche Fluktuation der Kaderspieler betrug 24,5 % (Nachwuchsakademien) bzw. 41,0 % (U-Nationalmannschaften).“) Und: „At any age, the probability of persisting in the programme three years later was <50%.“ In jedem Alter lag die Wahrscheinlichkeit, drei Jahre später noch im Programm zu sein, also unter 50 Prozent.

Kaderwechsel im deutschen Fördersystem (Güllich 2014)

24,5 %

der Kadermitglieder in Nachwuchsakademien wurden im Schnitt jedes Jahr ausgetauscht

Quelle [10]

41,0 %

waren es in den U-Nationalmannschaften

Quelle [10]

unter 50 %

lag in jedem Alter die Wahrscheinlichkeit, drei Jahre später noch im Programm zu sein

Quelle [11]

Eine Aufbereitung von Güllich-Befunden durch die Hartplatzhelden gGmbH (Beitrag vom 01.03.2022) nennt für die Leistungszentren Größenordnungen, die auch die Chancen-Seite dieses Portals verwendet: „durchschnittlich 29% der Spieler werden jährlich ausgetauscht“ und „So finden sich beispielsweise nach 8 Jahren nur mehr 9 % der ursprünglichen U11 Spieler im NLZ in der U19. 91 % der Spieler werden zwischen der U11 und der U19 also aussortiert.“ Das ist eine Sekundärquelle: Sie benennt die zugrunde liegende Einzelstudie nicht, die Zahlen sind als Größenordnung mit Stand 2022 zu lesen. Die Einordnung dieser Quoten findet ihr auf unserer Chancen-Seite.

Der Verfasser desselben Beitrags zieht daraus einen Schluss, den wir als seine Bewertung kennzeichnen und nicht als gemessenen Wert: „Eine zuverlässige Entwicklungsprognose ist bei Kindern unter 14 Jahren nicht möglich.“

Für euch heißt das nüchtern: Auch nach einer Aufnahme waren spätere Wechsel häufig — in Güllichs Auswertung lag der Verbleib nach drei Jahren in jedem untersuchten Alter unter 50 Prozent. Wie prognosekräftig umgekehrt eine Absage nach einem Probetraining ist, untersuchen die hier zitierten Arbeiten nicht.

Der Geburtsmonat verschiebt die Wahrscheinlichkeit

Ein Effekt ist besonders gut belegt, und er hängt mit den gemessenen Leistungen kaum zusammen. Andreas Votteler beschreibt ihn in seiner Dissertation von 2017 so: „Der relative Alterseffekt (RAE) beschreibt eine Überrepräsentation relativ älterer, kurz nach dem Stichtag für die Altersklasseneinteilung geborener Kinder und Jugendlicher in Nachwuchsfördersystemen.“

Votteler wertete die Geburtsdaten von 35.390 Nachwuchsspielern aus und fand über die Auswahlstufen hinweg steigende Anteile früh im Jahr Geborener: „Geburtenanteil erste Jahreshälfte: Stützpunktprogramm ≈60%, Leistungszentrum ≈69%, Verbandsauswahl ≈72% und Jugendnationalmannschaft ≈75%“. In einer Teilstudie mit 10.130 Spielern der U12 bis U15 im DFB-Stützpunktprogramm zeigte sich zugleich, dass „nahezu keine motorischen Leistungsunterschiede zwischen relativ älteren und relativ jüngeren Nachwuchstalenten bestehen“.

Anteil der in der ersten Jahreshälfte Geborenen je Auswahlstufe
KategorieWert
Stützpunktprogramm≈ 60 %
Leistungszentrum≈ 69 %
Verbandsauswahl≈ 72 %
Jugendnationalmannschaft≈ 75 %
Quelle: [16]Votteler 2017, Geburtsdaten von 35.390 Nachwuchsspielern; gerundete Werte.

Die Untersuchung von 2021 kommt für dieselbe Zielgruppe zu einem ähnlichen Bild: Bei den gemessenen Tests fanden die Autorinnen und Autoren „only trivial effects with speed abilities and technical skills“ (auf Deutsch: „nur triviale Effekte bei Schnelligkeitsfähigkeiten und technischen Fertigkeiten“), bei der Gesamteinschätzung der Trainerinnen und Trainer dagegen „trends toward a better holistic rating of early-born players for current and future performance levels“ (auf Deutsch: „Tendenzen zu einer besseren Gesamtbewertung früh im Jahr geborener Spieler beim aktuellen und künftigen Leistungsniveau“). Daraus richten sie eine Empfehlung an die Trainerschaft: „Coaches should be aware of these effects during talent selection, but also when interpreting results from subjective and objective assessments of performance.“ (auf Deutsch: „Trainer sollten sich dieser Effekte bei der Talentauswahl bewusst sein, aber auch bei der Deutung von Ergebnissen aus subjektiven und objektiven Leistungsbeurteilungen.“)

Dass dieses Muster kein Befund von gestern ist, zeigt eine deutsche Primärstudie von 2024. Florian Heilmann, Alexander Kuhlig und Oliver Stoll (Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg) werteten die Geburtsdaten der höchsten deutschen Juniorenspielklasse und der 3. Liga aus: „Data from the 2022–2023 season (120 teams, 3,174 players) were analyzed using chi-square tests.“ (auf Deutsch: „Daten aus der Saison 2022–2023 (120 Teams, 3.174 Spieler) wurden mit Chi-Quadrat-Tests ausgewertet.“) Ihr Ergebnis: „Significant RAE was found in the A-series (p < .001), B-series (p < .001), and third-division professionals (p < .001).“ (auf Deutsch: „Ein signifikanter relativer Alterseffekt fand sich in der A-Serie (p < .001), der B-Serie (p < .001) und bei den Profis der dritten Liga (p < .001).“) A-Serie meint die A-Junioren (Jahrgänge 2004 und 2005), B-Serie die B-Junioren (2006 und 2007). Die Untersuchung betrifft männliche Spieler und beschreibt Verteilungen über Gruppen, keine Eigenschaft eines einzelnen Kindes.

Ausführlich steht der relative Alterseffekt in unserem Ratgeber zur Vorbereitung auf ein Probetraining. Hier reicht der Kern: Wenn euer Kind spät im Jahr geboren ist, spielt es in seinem Jahrgang gegen Kinder, die bis zu fast ein Jahr älter sind. In den untersuchten Fördergruppen zeigten sich dabei nahezu keine motorischen Leistungsunterschiede beziehungsweise nur triviale Zusammenhänge mit den gemessenen Schnelligkeits- und Technikleistungen.

Was eine Absage über euer Kind sagt

Die Zahlen oben beschreiben Auswahl und Kaderwechsel: Ein Leistungszentrum wechselt Spieler laufend aus. Wie aussagekräftig eine einzelne Absage über euer Kind ist, lässt sich daraus nicht bestimmen. Wer nach einem Sichtungstag keine Rückmeldung bekommt, hat nicht zwingend etwas falsch gemacht, und wer eine bekommt, hat noch nichts gewonnen.

Für euer Kind ist wichtiger, wie ihr mit der Nachricht umgeht, als was in ihr steht. Wenn eine Absage kommt und die ersten Wochen schwer werden, hilft unser Text über die Zeit nach dem Cut weiter. Woran ihr merkt, dass Druck schädlich wird, steht im Artikel über Druck im NLZ-Alltag.

Sollte unser Kind sich früh auf Fußball festlegen?

Zu dieser Frage haben wir im Rahmen dieser Recherche keine Primärstudie geprüft, und wir geben deshalb keine eigene Empfehlung ab. Wir können wiedergeben, was die Elternbroschüre von DFL und DFB für den Grundlagenbereich der U8 bis U11 schreibt: „Vielseitige Bewegungserfahrungen sind wichtig, z.B. auch durch das Ausüben weiterer Sportarten.“

Bemerkenswert ist auch, was die Broschüre zu den Altersgrenzen selbst sagt: „Die Grenzen der Altersbereiche sind nicht allgemeinverbindlich und können durch die Leistungszentren eigenverantwortlich verschoben werden.“ Derselbe Jahrgang kann also je nach Leistungszentrum einem anderen Ausbildungsbereich zugeordnet sein. Und auch später bleiben Einschnitte im System angelegt: „Nach der U17 kann ein größerer Schnitt erfolgen, da Leistungszentren keine U18, sondern nur eine U19 führen.“

Was ihr jetzt tun könnt

Einen Test für zu Hause bietet dieser Artikel nicht; die zitierte Untersuchung beschreibt motorische Tests und Trainerbewertungen im DFB-Talentförderprogramm. Was wir anbieten können, sind Fragen, die weiterhelfen, ohne ein Urteil über euer Kind zu fällen:

  • Spielt euer Kind gern Fußball — auch dann, wenn niemand zuschaut und nichts zu gewinnen ist?
  • Fragt die eigene Trainerin oder den eigenen Trainer nach einer Einschätzung zur Entwicklung, nicht nach einer Prognose. „Woran arbeitet mein Kind gerade?“ führt weiter als „Reicht es fürs NLZ?“.
  • Wann ist euer Kind geboren? Wenn spät im Jahr, ordnet Rückmeldungen entsprechend ein.
  • Sprecht ihr über Fußball auch dann, wenn es gerade nicht gut läuft — und über anderes, wenn es gut läuft?
  • Was passiert, wenn es nicht klappt? Wer diese Frage vorher für sich beantwortet, entscheidet ruhiger.

Und eine Bitte in eigener Sache: Nennt euer Kind nicht „das Talent“. Kinder hören genau, woran ihr Wert gemessen wird.

Weiterlesen

Dieser Text ist eine allgemeine Einordnung von Studien- und Verbandsangaben. Er ist keine Leistungsprognose für euer Kind und keine medizinische, therapeutische oder psychologische Beratung. Fragt für eine Einschätzung zur Entwicklung eures Kindes die Menschen, die es regelmäßig spielen sehen.

Quellen

Jede Angabe im Text stützt sich auf diese Belege. Zitate stehen im Wortlaut. Fremdsprachige Zitate mit deutscher Übertragung.

  1. Quelle 1Entwicklung im Leistungszentrum als langfristiger Prozess mit unterschiedlichen Verläufen (Markus Hirte, Leiter DFB-Talentförderung)

    abgerufen am 16.09.2026

    Zitat anzeigen
    „Dies ist ein langfristiger Prozess, mit zum Teil von Spieler zu Spieler sehr unterschiedlichen Entwicklungsverläufen.“
  2. Quelle 2Geduld und individuelle Betrachtung statt Urteil (Markus Hirte, zitiert nach der Broschüre)

    abgerufen am 16.09.2026

    Zitat anzeigen
    „Oftmals sind Geduld und eine individuelle Betrachtung der Stärken und Potentiale des einzelnen Kindes oder Jugendlichen erforderlich.“
  3. Quelle 3Leitlinie für jüngere Jahrgänge: das „Wie“ vor dem „Was“

    abgerufen am 16.09.2026

    Zitat anzeigen
    „Je jünger die Spieler sind, desto mehr gilt der Satz: Das 'Wie' ist wichtiger als das 'Was'.“
  4. Quelle 4Art und Weise vor Ergebnis im Grundlagen- und Aufbaubereich

    abgerufen am 16.09.2026

    Zitat anzeigen
    „Die Art und Weise ist entscheidend und weniger das Ergebnis, insbesondere im Grundlagen- und Aufbaubereich.“
  5. Quelle 5Ergebnisse und Tabelle im Aufbaubereich U12 bis U15 nachrangig

    abgerufen am 16.09.2026

    Zitat anzeigen
    „Ergebnisse und Tabelle sollen weiterhin eine untergeordnete Rolle einnehmen.“
  6. Quelle 6Stichprobe und Motoriktests der Untersuchung zu Sichtungsbewertungen (2021)

    abgerufen am 16.09.2026

    Zitat anzeigen(Original, EN)
    „players completed a battery of five motor tests that objectively assessed speed abilities and technical skills (specifically sprint, agility, dribbling, ball control, and juggling)“

    Auf Deutsch: „Spieler absolvierten eine Batterie aus fünf motorischen Tests, die Schnelligkeitsfähigkeiten und technische Fertigkeiten objektiv erfassten (konkret Sprint, Gewandtheit, Dribbling, Ballkontrolle und Jonglieren)“

    Übersetzung: NLZ-Wegweiser

  7. Quelle 7Trainerurteile zusätzlich zu den Tests: Schuss, Taktik, psychosoziale Fähigkeiten und Gesamteinschätzung

    abgerufen am 16.09.2026

    Zitat anzeigen(Original, EN)
    „In addition, coaches subjectively rated players on their kicking, tactical, and psychosocial skills, as well as providing holistic evaluations of each player's current and future performance levels.“

    Auf Deutsch: „Zusätzlich bewerteten Trainer die Spieler subjektiv in ihren Schuss-, taktischen und psychosozialen Fähigkeiten und gaben außerdem eine Gesamteinschätzung des aktuellen und künftigen Leistungsniveaus jedes Spielers ab.“

    Übersetzung: NLZ-Wegweiser

  8. Quelle 8Stichprobengröße und Altersklassen der Untersuchung (2021)

    abgerufen am 16.09.2026

    Zitat anzeigen(Original, EN)
    „Data for highly talented male soccer players selected into the German Soccer Associations' talent promotion program ( N = 16,138) for U12 to U15 age groups“

    Auf Deutsch: „Daten hochtalentierter männlicher Fußballspieler, die in das Talentförderprogramm des Deutschen Fußball-Bundes aufgenommen wurden (N = 16.138), in den Altersklassen U12 bis U15“

    Übersetzung: NLZ-Wegweiser

  9. Quelle 9Umfang der ersten Förderstufe: 339 Stützpunkte, etwa 14.000 gesichtete Spielerinnen und Spieler (Stand des Abrufs)

    abgerufen am 16.09.2026

    Zitat anzeigen
    „339 Stützpunkte bilden in allen Regionen Deutschlands ein flächendeckendes Netz zum intensiven Sichten und Fördern etwa 14.000 talentierter Spieler*innen im besten Lernalter.“
  10. Quelle 10Jährlicher Kaderaustausch in deutschen Nachwuchsakademien und U-Nationalteams (Güllich 2014)

    abgerufen am 27.08.2026

    Zitat anzeigen(Original, EN)
    „the mean annual turnover of squad members was 24.5% (youth academies) and 41.0% (national U-teams), respectively.“

    Auf Deutsch: „die durchschnittliche jährliche Fluktuation der Kaderspieler betrug 24,5 % (Nachwuchsakademien) bzw. 41,0 % (U-Nationalmannschaften).“

    Übersetzung: NLZ-Wegweiser

  11. Quelle 11Verbleibwahrscheinlichkeit nach drei Jahren unter 50 Prozent (Güllich 2014)

    abgerufen am 27.08.2026

    Zitat anzeigen(Original, EN)
    „At any age, the probability of persisting in the programme three years later was <50%.“

    Auf Deutsch: „In jedem Alter lag die Wahrscheinlichkeit, drei Jahre später noch im Förderprogramm zu sein, unter 50 %.“

    Übersetzung: NLZ-Wegweiser

  12. Quelle 12Jährlicher Spieleraustausch von durchschnittlich 29 Prozent (Rezeption der Güllich-Befunde, 2022)

    abgerufen am 16.09.2026

    Zitat anzeigen
    „durchschnittlich 29% der Spieler werden jährlich ausgetauscht“
  13. Quelle 13Anteil der zwischen U11 und U19 aussortierten Spieler (Rezeption der Güllich-Befunde, 2022)

    abgerufen am 16.09.2026

    Zitat anzeigen
    „So finden sich beispielsweise nach 8 Jahren nur mehr 9 % der ursprünglichen U11 Spieler im NLZ in der U19. 91 % der Spieler werden zwischen der U11 und der U19 also aussortiert.“
  14. Quelle 14Bewertung des Beitragsautors zur Vorhersagbarkeit bei unter 14-Jährigen (Meinung, kein Messwert)

    abgerufen am 16.09.2026

    Zitat anzeigen
    „Eine zuverlässige Entwicklungsprognose ist bei Kindern unter 14 Jahren nicht möglich.“
  15. Quelle 15Definition des relativen Alterseffekts

    abgerufen am 15.09.2026

    Zitat anzeigen
    „Der relative Alterseffekt (RAE) beschreibt eine Überrepräsentation relativ älterer, kurz nach dem Stichtag für die Altersklasseneinteilung geborener Kinder und Jugendlicher in Nachwuchsfördersystemen.“
  16. Quelle 16Zunahme des relativen Alterseffekts über die vier Selektionsstufen

    abgerufen am 15.09.2026

    Zitat anzeigen
    „Geburtenanteil erste Jahreshälfte: Stützpunktprogramm ≈60%, Leistungszentrum ≈69%, Verbandsauswahl ≈72% und Jugendnationalmannschaft ≈75%“
  17. Quelle 17Keine relevanten motorischen Leistungsunterschiede zwischen relativ älteren und relativ jüngeren Kindern

    abgerufen am 15.09.2026

    Zitat anzeigen
    „nahezu keine motorischen Leistungsunterschiede zwischen relativ älteren und relativ jüngeren Nachwuchstalenten bestehen“
  18. Quelle 18Nur triviale Zusammenhänge zwischen relativem Alter und gemessenen Schnelligkeits-/Techniktests (2021)

    abgerufen am 16.09.2026

    Zitat anzeigen(Original, EN)
    „only trivial effects with speed abilities and technical skills“

    Auf Deutsch: „nur triviale Effekte bei Schnelligkeitsfähigkeiten und technischen Fertigkeiten“

    Übersetzung: NLZ-Wegweiser

  19. Quelle 19Verzerrung in der ganzheitlichen Trainereinschätzung zugunsten früh im Jahr geborener Kinder (2021)

    abgerufen am 16.09.2026

    Zitat anzeigen(Original, EN)
    „trends toward a better holistic rating of early-born players for current and future performance levels“

    Auf Deutsch: „Tendenzen zu einer besseren Gesamtbewertung früh im Jahr geborener Spieler beim aktuellen und künftigen Leistungsniveau“

    Übersetzung: NLZ-Wegweiser

  20. Quelle 20Empfehlung der Studie an die Trainerschaft (2021)

    abgerufen am 16.09.2026

    Zitat anzeigen(Original, EN)
    „Coaches should be aware of these effects during talent selection, but also when interpreting results from subjective and objective assessments of performance.“

    Auf Deutsch: „Trainer sollten sich dieser Effekte bei der Talentauswahl bewusst sein, aber auch bei der Deutung von Ergebnissen aus subjektiven und objektiven Leistungsbeurteilungen.“

    Übersetzung: NLZ-Wegweiser

  21. Quelle 21Vielseitige Bewegungserfahrungen im Grundlagenbereich U8 bis U11

    abgerufen am 16.09.2026

    Zitat anzeigen
    „Vielseitige Bewegungserfahrungen sind wichtig, z.B. auch durch das Ausüben weiterer Sportarten.“
  22. Quelle 22Altersgrenzen der Leistungszentren sind nicht allgemeinverbindlich

    abgerufen am 16.09.2026

    Zitat anzeigen
    „Die Grenzen der Altersbereiche sind nicht allgemeinverbindlich und können durch die Leistungszentren eigenverantwortlich verschoben werden.“
  23. Quelle 23Möglicher größerer Schnitt nach der U17, weil Leistungszentren keine U18 führen

    abgerufen am 16.09.2026

    Zitat anzeigen
    „Nach der U17 kann ein größerer Schnitt erfolgen, da Leistungszentren keine U18, sondern nur eine U19 führen.“
  24. Quelle 24Anthropometrische Messungen neben der Motoriktestbatterie (Leyhr u. a. 2021)

    abgerufen am 16.09.2026

    Zitat anzeigen(Original, EN)
    „Besides anthropometric measurements (height and weight), the speed abilities and soccer-specific technical skills of players were assessed using an objective diagnostic battery of five motor tests“

    Auf Deutsch: „Neben anthropometrischen Messungen (Größe und Gewicht) wurden die Schnelligkeitsfähigkeiten und fußballspezifischen technischen Fertigkeiten der Spieler mit einer objektiven diagnostischen Batterie aus fünf motorischen Tests erfasst“

    Übersetzung: NLZ-Wegweiser

  25. Quelle 25Datengrundlage der deutschen Primärstudie 2024 zum relativen Alterseffekt

    abgerufen am 17.09.2026

    Zitat anzeigen(Original, EN)
    „Data from the 2022–2023 season (120 teams, 3,174 players) were analyzed using chi-square tests.“

    Auf Deutsch: „Daten aus der Saison 2022–2023 (120 Teams, 3.174 Spieler) wurden mit Chi-Quadrat-Tests ausgewertet.“

    Übersetzung: NLZ-Wegweiser

  26. Quelle 26Befund der deutschen Primärstudie 2024: signifikanter relativer Alterseffekt in beiden Junioren-Bundesligen

    abgerufen am 17.09.2026

    Zitat anzeigen(Original, EN)
    „Significant RAE was found in the A-series (p < .001), B-series (p < .001), and third-division professionals (p < .001).“

    Auf Deutsch: „Ein signifikanter relativer Alterseffekt fand sich in der A-Serie (p < .001), der B-Serie (p < .001) und bei den Profis der dritten Liga (p < .001).“

    Übersetzung: NLZ-Wegweiser

Weiterlesen

Das könnte euch auch helfen